Außenverteidiger Ole Deininger steht förmlich in der Luft und stoppt diesen Ball mit der Brust. Foto: Eibner-Pressefoto//Joerg Heinrich

In einer sehr umkämpften Partie haben die Balinger zwar ein Chancenplus, bleiben aber ohne Treffer und präsentieren sich defensiv deutlich stabiler.

„Ich bin hochzufrieden mit diesem Ergebnis, noch wichtiger war aber die Art und Weise“, konstatierte TSG-Cheftrainer Murat Isik nach dem 0:0-Unentschieden bei Steinbach Haiger. Nach zuletzt zehn Gegentoren in zwei Partien präsentierten sich seine Schützlinge gegen uninspirierte Gastgeber wesentlich stabiler.

 

Die Folge: Erstmals in dieser Spielzeit blieb die TSG Balingen in der Regionalliga ohne Gegentor. Dass die Balinger dabei sogar näher am Sieg waren, sah auch Heim-Coach Hüsni Tahiri so: „Für uns ist das 0:0 völlig in Ordnung. Du kannst hier durchaus auch 0:1 verlieren. Ich bin enttäuscht von unserer Leistung.“

Gesperrte Spieler gut ersetzt

Die Eyachstädter zeigten zudem eine andere Herangehensweise als gewohnt und gingen gerade im Aufbauspiel viel weniger Risiko ein. Isik und sein Trainer-Team hatten die Startaufstellung nach den jüngsten Niederlagen wieder verändert – durch das Fehlen von Matthias Schmitz und Marvin Jäger (beide Sperre) war das teils auch gezwungenermaßen. Manasse Fiounouke agierte als Mittelmann einer Dreierkette und wurde von Tim Hannak und Sascha Eisele unterstützt. Auf dem linken Flügel durfte sich der junge Simun Birkic versuchen. Er stand erstmals in der Regionalliga in der Startelf.

Isik betonte: „Wir sind weniger Risiko gegangen, das war wichtig und entscheidend für den Matchplan. Mit Matze und Marvin haben unsere Aufbauspieler gefehlt.“ So gab es vermehrt lange Bälle von Keeper Elvin Kovca zu sehen.

Dicke Chance durch Sascha Eisele

Personalsorgen in erheblichem Maße hatten auch die Hausherren, und das war zu spüren: Das Team von Hüsni Tahiri agierte mit Ball zahnlos, und kamen in den ersten 45 Minuten zu keiner nennenswerten Torchance. Die TSG hingegen hatte durch Eisele im Anschluss an eine Ecke von Görkem Koca früh (6.) eine große Möglichkeit. Abschlüsse von Halim Eroglu (21.) und Pedro Almeida Morais (45.) zwangen Torhüter Jesper Heim zumindest zum Eingreifen.

Kurios: Die Partie musste zwischenzeitlich für mehrere Minuten unterbrochen werden, weil die Fahne eines Linienrichters kaputt gegangen war. Kurz nachdem das Problem gelöst war, ging es auch schon in die Halbzeit. Bei der TSG war anschließend Mirhan Inan mit dabei, der in der U23 zuletzt sehr erfolgreich knipste. Dieser hatte nach 54 Minuten auch gleich einen Abschluss – dieser war letztlich aber harmlos.

Elvin Kovac hält stark

Die Partie blieb in der Folge sehr umkämpft, Highlights waren Mangelware für die 739 anwesenden Zuschauer. Das Isik-Team kam erneut durch Almeida Morais (60.) und Eroglu (75.) zu Chancen, ging aber auch nicht das größte Risiko. Die Hausherren waren im Prinzip nur durch Standards gefährlich – Kovac parierte nach einem Kopfball von Manu (77.) spektakulär und hielt den Punkt so letztlich auch fest. Auch in der Folge blieben die Angriffsbemühungen beider Teams ohne Erfolg und das 0:0 war die logische Konsequenz.

Eisele, der in Abwesenheit von Matthias Schmitz die Kapitänsbinde trug, bilanzierte: „Wir haben sehr wenig zugelassen und unseren Plan defensiv wirklich gut umgesetzt. Da können wir heute stolz sein. Nach vorne hatten wir sicherlich ein Chancenplus.“