Kämmerer Bastian Pfliegensdörfer konnte Positives mit Blick auf die finanzielle Lage im ersten Vierteljahr berichten. Unterkirnach kann auf einen verbesserten Haushalt hoffen.
Der Quartalsbericht von Kämmerer Bastian Pfliegensdörfer macht aus mehreren Gründen Hoffnung auf ein besser als geplantes Haushaltsergebnis 2026.
„Es sieht gut aus“, eröffnete der Leiter des Rechnungsamts seine Erläuterungen zum Rückblick auf das erste Vierteljahr 2026. Ganz vorne in seiner Begründung liegt die Gewerbesteuer. „Aktuell liegen wir 163.200,13 Euro über dem Haushaltsansatz“, ließ Pfliegensdörfer wissen. Davon gehen laut seinen Angaben 111.000 Euro auf Nachzahlungen und etwa 50.000 Euro auf höhere Veranlagungen für das laufende Jahr zurück.
Wegen der niedrigen Gewerbesteuerzahlungen aus dem Vorjahr rechnet der Kämmerer auch nicht mit unerwarteten Gewerbesteuerrückzahlungen, wie es in den vergangenen Jahren immer wieder der Fall war.
Geringere Personalkosten
Bei den Verwaltungsgebühren gebe es die Aussicht auf etwas höhere Einnahmen. Durch die zeitweise Nichtbesetzung des Bürgermeisteramts sei zudem mit geringeren Personalkosten als veranlagt zu rechnen, zeigte Pfliegensdörfer weitere Bausteine für gute Haushaltsausichten auf.
Martin Kuberczyk sprach die Zuschüsse aus dem Infrastrukturpaket des Bundes an. Für einen Zeitraum von zehn Jahren stehen Unterkirnach hierfür 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. „Wir werden im Finanzausschuss darüber reden, welchen Teil wir schnell abrufen“, kündigte der CDU-Gemeinderat an. Der Abruf sei relativ einfach, informierte Kämmerer Pfliegensdörfer.
Patrick Seng von der Fraktion „Gemeinsam für Unterkirnach“ mahnte an, dass der Finanzausschuss hierzu nun schnell einen Vorschlag erarbeiten müsse. Dieser Ausschuss wurde mit Blick auf die Erarbeitung eines Haushaltskonsolidierungskonzepts in der jüngsten Gemeinderatssitzung neu gebildet.
Als Mitglieder hat das Ratsgremium Sabine Wagner und Klaus Kuhnt von der Fraktion „Gemeinsam für Unterkirnach“ sowie Susanne Ciampa und Karin Dold von der CDU berufen. „Der Ausschuss muss Einsparpotenziale finden und aufzeigen, wann wir einen ausgeglichenen Haushalt erreichen“, gab Versammlungsleiter Seng das Ziel vor.