Ein Foto erinnerte beim Spiel an den Ex-OFV-Schlussmann Vauvenargues Kehi. Foto: Verein

Verbandsliga: Deutlicher Sieg gegen Villingen im ersten Heimspiel nach dem Tod von Vauvenargues Kehi

Das Spiel des Offenburger FV gegen die U 21 vom FC Villingen am Samstag ist kein Spiel wie jedes andere gewesen. Beim ersten Heimauftritt nach der Todesnachricht wurde Vauvenargues Kehi gedacht. Das Team spielte trotz der Trauer befreit auf.

Verbandsliga: Offenburger FV - FC Villingen U 21 4:0 (2:0). Ein sportlich positives Zeichen in einer schweren Zeit sollte es werden. Das war das Ziel des Offenburger FV gegen die jungen Villinger. Die vielen negativen Nachrichten der vergangenen Tage, allen voran der Tod des Ex-Keepers, sollten, zumindest auf dem Platz, für kurze Zeit vergessen sein. Und dies gelang dem OFV eindrucksvoll. "Ich muss meiner Mannschaft ein riesengroßes Kompliment aussprechen, wie sie diese negativen Nachrichten auf dem Platz verarbeitet und dieses positive Zeichen gesetzt hat", so der stolze OFV-Trainer Benjamin Pfahler.

Die Beerdigung von Kehi war erst am Freitag gewesen, viele Spieler waren vor Ort. Und auch am Spieltag selbst erinnerte viel an den verstorbenen Torwart. Die OFV-Spieler liefen mit Trauerflor auf und versammelten sich vor dem Anstoß um ein Bild von Kehi. "Pour toi mon frère", zu Deutsch "Für dich mein Bruder", ist unter dem Foto der Mannschaft mit dem Porträtbild auf der Instagram-Seite der Offenburger zu lesen.

Schon in der ersten Halbzeit zeigte sich der OFV gegen Villingen klar überlegen. "Wir sind immer wieder durchgekommen und haben reihenweise große Gelegenheiten liegen lassen", so Pfahler. Markus Feger schoss beispielsweise aus fünf Metern Torentfernung dem gegnerischen Keeper in die Arme. In einer weiteren Szene zog Jacob Harter bereits am FC-Schlussmann vorbei und wurde von diesem zu Fall gebracht. "Da blieb der Elfmeterpfiff unverständlicherweise aus", berichtet Pfahler. In der 38. Minute fuhr Harter beim Führungstreffer dann aber niemand mehr in die Parade. Nach einem Querpass kurz vor dem Strafraum traf die Nummer sechs vom OFV per Spannstoß in den Winkel. Kapitän Marco Petereit, nach seinem Urlaub wieder in der Startelf, gelang es anschließend noch vor der Pause die Führung auszubauen (44.). In der Entstehung des Treffers hatte Naim Jaaouf den Ball im Gegenpressing erobert. "Schon nach unserem ersten Treffer sind bei Villingen die Köpfe unten gewesen. Dadurch war früh ein Bruch in ihrem Spiel", sagt Pfahler. Der Gast habe kaum Ballbesitzzeiten für sich verbuchen können.

Schon wenige Minuten nach Wiederanpfiff war die Partie auch auf der Ergebnis-Tafel quasi bereits für die Offenburger entschieden. Der erst zur zweiten Halbzeit eingewechselte Elias Esslinger dribbelte am Torwart vorbei und traf zum 3:0 in den leeren Kasten (52.). Nach einem Fehlpass vom Villinger Innenverteidiger schnürte Harter mit dem Tor zum 4:0-Endstand schließlich auch noch seinen Doppelpack (74.). "Wir haben stets die Spielkontrolle gehabt und die Bälle früh erobert", lobt Pfahler den Auftritt seines Teams.

In der Tabelle ist der OFV jetzt auf dem zweiten Platz und auf Tuchfühlung zur Spitze. Nur die um zwei Treffer schlechtere Tordifferenz trennt die Offenburger vom SC Pfullendorf.
Offenburger FV: Vögele; Harter, Leopold, Kinast, Kopf (46. Tsolakis), Feger, Petereit (68. Weschle), Pies, Kehl, Jaaouf (46. Esslinger), Distelzweig (62. Hirth).
Tore: 1:0 Harter (38.), 2:0 Petereit (44.), 3:0 Esslinger (52.), 4:0 Harter (74.).