Am 6. Januar hatte Nagolds Eisbahn das letzte Mal in der Saison geöffnet. Trockene Wintermonate bescherten Nagold eine gute Saison für die Eisbahn. Mit welchen Herausforderungen dennoch täglich zu rechnen war, erklärt Christoph Römmler vom Veranstalter.
Die Aufräumarbeiten laufen noch auf Hochtouren, für Christoph Römmler von der KAROevents-Agentur ist bisher alles perfekt gelaufen.
Die genauen Besucherzahlen sind zwar noch nicht bekannt, der Geschäftsführer zieht aber jetzt schon eine vorsichtige Bilanz zur diesjährigen Eisbahn am Nagolder Longwy-Platz: Das Wetter habe mitgespielt, die Eisbahn war ein voller Erfolg.
Nur einen Schließtag aufgrund einer kurzen Dauerregenphase haben sie bei der doch wetterempfindlichen Bahn verkraften müssen. Ansonsten sei es mal kalt, sonnig oder wolkig gewesen, so Römmler, aber vor allem auch trocken. Bei den Temperaturen liege die magische Grenze bei rund 15 Grad Celsius. Darüber hinaus könne es kritisch werden, da sich etwa ein Wasserfilm auf der Eisschicht bilde und die Kältemaschine nicht mehr hinterherkomme.
Daher sei der Regen auch so ein Riesenthema. Die Bahn könne nicht betrieben werden, sobald ein Zentimeter Wasser darauf liege. Das Jahr 2023 stehe beispielhaft für ein solches Szenario. Die Adventstage seien sehr regnerisch gewesen. „Wenn es an den Wochenenden durchregnet, hast du komplett verloren.“ Im Regelfall aber gebe es keinen Grund zur Sorge. „Da braucht es schon Corona oder eine Energiekrise, damit es richtig schief geht“, scherzt er.
Konzertangebot hat sich bewährt
Über einen Monat lang verwandelte sich der Longwy-Platz ab Ende November wie jedes Jahr in eine leuchtende Attraktion voll vielfältiger musikalischer Acts und kulinarischer Leckerbissen. Ersteres sei in diesem Jahr ein besonderer Publikumsmagnet gewesen, erklärt Römmler. „Die Leute treffen sich mittlerweile auch unabhängig vom Schlittschuhlaufen zu einem schönen Abend an der Eisbahn.“
Immer wieder seien Mails oder Anfragen über Instagram bei ihnen eingegangen. „Die Leute haben noch 20 Kilometer im Umkreis von Nagold gefragt, ob wir denn an den Feiertagen geöffnet hätten.“ Das große Interesse spreche für sich: Die Stadt habe ihr Ziel erreicht.
Über zehnjährige Erfolgsgeschichte
Mit der Eisbahn angefangen habe es bei KAROevents bereits 2011, in Emmendingen. Eigentlich organisierte die Agentur vorher hauptsächlich Konzerte. Die Bahn sei bei den Menschen aber so gut angekommen, dass sie 2015 ins südbadische Müllheim kam, und 2018 schließlich nach Nagold.
Römmler zeigt sich zuversichtlich, dass die Eisbahn auch im laufenden Jahr wieder für großes Interesse sorgen werde. Sein Dank gelte allen Beteiligten, der Stadt und insbesondere den Anwohnern. „Ihre Geduld ist keine Selbstverständlichkeit.“