Nicola Schurr und Gottfried Schmidt treten gemeinsam dafür ein, den Kindergarten im Schwenninger Mauthepark nach dem früheren Oberbürgermeister zu benennen.
Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Gemeinderat Villingen-Schwenningen, Nicola Schurr, und Gottfried Schmidt, Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), haben gemeinsam einen Vorschlag zur Würdigung von Gerhard Gebauer, Ehrenbürger und erstem Oberbürgermeister der Doppelstadt erarbeitet.
Seit mehreren Jahren setzen sich die beiden Ur-Schwenninger dafür ein, einen angemessenen Ort zu finden, an dem Gebauer die Würdigung erhält, die ihm als Gründungsvater der Doppelstadt zusteht, heißt es in einer Mitteilung. „Gebauer hat als erster Oberbürgermeister der baden-württembergischen Stadt Villingen-Schwenningen Außergewöhnliches geleistet“, betont Schurr. Schmidt unterstreicht das soziale Engagement Gebauers, vor allem dessen Einsatz für Kinder und Familien.
Aus diesem Grund entstand die Idee, den neuen Kindergarten im Herzen von Schwenningen nach dem ersten Oberbürgermeister zu benennen. „Die Benennung eines Gerhard-Gebauer-Kindergartens wäre ein erster, richtiger Schritt, um seinen Namen sichtbar zu würdigen und ihn nicht in Vergessenheit geraten zu lassen“, so Schmidt. Auch parteiübergreifend herrscht Einigkeit über die Bedeutung von Gebauers Lebensleistung.
„Selbst als CDU-Mitglied ist für mich klar, dass es bislang keinen Ort gibt, der an OB Gebauer erinnert. Das ist bedauerlich – um nicht zu sagen beschämend“, erklärt Schmidt. Für Schurr steht fest, dass ein Erinnerungsort in Schwenningen liegen muss. Die Namensgebung des Kindergartens sei eine gute Gelegenheit, einen ersten Schritt zu gehen.
Soziales Engagement
Gleichzeitig hält er fest, dass bei einer künftigen Neugestaltung des Parks am Bürgerheim auch Liselotte und Gerhard Gebauer gemeinsam geehrt werden könnten. Beide hätten sich durch ein starkes soziales Engagement ausgezeichnet. Dies schließe aber nicht aus, die in Schwenningen entstehende Kita nach dem früheren Oberbürgermeister zu benennen. „Ein Kindergarten entspricht genau den Vorstellungen und Werten von Gebauer“, so Schurr weiter.
Eine Straßenbenennung allein hält er hingegen für nicht ausreichend. „Es wird Zeit, dass die Doppelstadt hier aktiv wird.“ Schurr kündigte an, den Antrag im neuen Jahr in den Gemeinderat einzubringen.