Der Panorama-Steg im Stadtgarten ist fertig. Foto: Stadt Calw

Das neue Bauwerk, das im Zuge der Umgestaltung des Stadtgartens entstand, soll kommende Woche freigegeben werden. Es hat eine Länge von 150 Metern – und einige Besonderheiten.

Der erste Höhepunkt des „neuen“ Calwer Stadtgartens ist fertig: der Panorama-Holzsteg, der am Hang entlang, unterhalb der Altburger Straße, über Holzbalken in die Natur führt.

 

Wie die Stadt Calw in einer Mitteilung bekannt gibt, fand die Abnahme des Steges am 6. Februar statt; ab Montag, 17. Februar, werde er offiziell für die Öffentlichkeit freigegeben. Erreichbar ist der Steg über den Fußweg, der Richtung Berufsschule auf dem Wimberg führt.

Das Bauwerk ist Teil der umfassenden Umgestaltung des Stadtgartens, der bis Ende dieses Jahres insgesamt sein Gesicht verändern wird. Rund 1,5 Millionen Euro fließen in das Vorhaben, 90 Prozent davon (1,35 Millionen Euro) kommen von einem Förderprogramm, dass Anpassungen an den Klimawandel bezuschuss.

Unterhalb des Steges wird mit zukünftigen Maßnahmen, wie Blumenwiesen und Trockenmauern, eine Art Biotop zur Steigerung der Biodiversität entstehen. Der Panorama-Steg soll nicht nur eine Möglichkeit bieten, diese Natur erlebbar zu machen, sondern Stadtgesellschaft und Lebensqualität fördern.

In Kombination mit weiteren Elementen, die in diesem Jahr noch folgen, soll der Stadtgarten wieder ein wichtiger Erholungsraum für die Bevölkerung in der Stadt Calw werden.

Nach zwei öffentlichen und einer beschränkten Ausschreibung konnte der Holzsteg mit einer Angebotssumme von knapp 144 000 Euro an die Firma Walz Holzbau in Deckenpfronn vergeben werden. Die tatsächliche Summe ist noch unbekannt, da noch keine Schlussrechnung erfolgt ist.

150 Meter Länge

Die Fundamentarbeiten entlang der Steglänge und die Treppenanlagen der Ein- und Ausgangsbereiche erfolgten durch das für die Freianlagen beauftragte Unternehmen Karl Walker GmbH. Von Juli 2024 bis Januar 2025 wurde hier in enger Abstimmung zusammengearbeitet.

Der Holzsteg hat eine Gesamtlänge von 150 Metern und variiert in seiner Breite zwischen 1,20 und 1,70 Metern. Das Primärtragwerk auf rund 160 Fundamenten ist aus Eichenholz und der Terrassenboden und die Geländer aus Douglasie gefertigt.

Besonderheiten sind zwei Aussichtsplattformen (eine große und eine kleinere) und eine Sitztreppe am Eingang des Lärchenweges, die ebenfalls einen großartigen Blick auf Calw bietet.

Harmonisch und behutsam

Weder Zimmerer noch Landschaftsbauer hatten es leicht, in diesem steilen Gelände zu arbeiten. Zu Beginn der Arbeiten wurden die Pflanzbestände, die von ökologischem Wert sind, erfasst und durften von dieser Maßnahme nicht berührt werden. Topographie, große Felsen und der zu schützende Vegetationsraum machten es auch dem Architekten Patrick Humpert nicht leicht. Denn der Holzsteg soll sich harmonisch und behutsam in das natürliche Gelände einbetten.

Die Projektleitung für die Umgestaltung seitens der Stadt Calw liegt bei Melanie Gentzel vom Tiefbauamt, als Mitarbeiter für Grün- und Außenanlagen ist Jürgen Vogel vom Tiefbauamt beteiligt.