Hier wird der zukünftige Arbeitsplatz von Hans-Peter Fauser sein. Foto: Kopf

Hans-Peter Fauser soll die neu geschaffene Stelle des Ersten Beigeordneten der Stadt Sulz ausfüllen, dies teilte Bürgermeister Gerd Hieber in einem Pressegespräch mit. Seine Wahl wird in der Gemeinderatssitzung am 4. Oktober vollzogen.

Sulz - "Ich freue mich sehr, dass wir einen so geeigneten Kandidaten gefunden haben. Der Weg, den wir gegangen sind, hat sich definitiv gelohnt". Der Sulzer Bürgermeister Gerd Hieber gerät regelrecht ins Schwärmen, als es um die neue Stelle des Ersten Beigeordneten geht.

Erfahrung im Finanzbereich

Diese soll – voraussichtlich ab Januar 2022 – von Hans-Peter Fauser besetzt werden. Der 58-Jährige stammt aus Hirschau bei Tübingen und ist seit 1995 für die Gemeinde Dettenhausen tätig. Er ist Fachbeamter für Finanzen und in der rund 5400 Einwohner starken Gemeinde Leiter der Finanz-, Personal- und Steuerverwaltung.

In Sulz wird vor allen Dingen sein Know-how in Sachen Finanzen gefragt sein, denn in der Kämmerei der Stadt gab es in den vergangenen vier Jahren immer wieder Wechsel und zwischenzeitliche Vakanzen. Auch aktuell befindet man sich in einer Übergangsphase und besetzt die Positionen durch interne Lösungen.

Das Timing könnte besser sein, schließlich steht die Haushaltsplanung für das kommende Jahr auf dem Programm. Hauptamtsleiter Hartmut Walter meint dazu: "Das wird sicher eine Herausforderung. Was wir liefern, ist das, was das Gremium braucht und es wird sehr aussagekräftig sein. Aber in der Detailtiefe wird es anders sein wie sonst".

Da auch in Dettenhausen die Planungen für 2022 anstehen, wird Fauser nicht sofort nach seiner Wahl in Sulz aufschlagen, sondern nach Angaben von Hieber vermutlich Anfang Januar.

Mit Wissen überzeugt

Insgesamt waren sechs Bewerbungen bei der Stadt eingegangen, allesamt qualifiziert und mit Fachwissen über Finanzen. Zusammen mit dem Verwaltungsausschuss führte Hieber mit jedem Kandidaten ein Gespräch. "Wir waren den ganzen Tag beschäftigt, sind aber einhellig zur selben Meinung gekommen". Fauser hatte überzeugt und wird nun in der Gemeinderatssitzung am 4. Oktober zur Wahl stehen. "Wir wollen damit ein klares Zeichen setzen. Herr Fauser freut sich über das Vertrauen unsererseits. Er hat sich im Vorfeld sehr genau über die Stadt, die Stelle und unsere Verwaltung informiert", erläutert Hieber.

Am 26. April dieses Jahres wurde über die Schaffung der Stelle vorberaten, am 21. Juni dann im Gemeinderat beschlossen. Mit aktuell 12 700 Einwohnern überschreitet Sulz die geforderte 10­ 000er-Marke deutlich.

Markus Staubitz, der die Leitung der Kämmerei im Mai 2019 übernommen hatte, befindet sich noch in Elternzeit, aktuell geplant bis März 2022. "Er ist aber immer noch Mitarbeiter der Stadt Sulz", betont Hieber. Wenn Staubitz wieder vor Ort ist, wird ein qualifiziertes Sachgebiet im Bereich der Finanzen für ihn gesucht.

Die sonstige Personallage in der Verwaltung bewertet Hieber als zufriedenstellend. Beim Zulauf von Ausbildungsanfragen sei die Corona-Krise aber indirekt zu spüren. Schließlich habe in den vergangenen beiden Jahren keine Messe stattfinden können und der persönliche Kontakt zu Interessenten darunter gelitten, erklärt Hieber.