Der VfL Nagold empfängt im WFV-Pokal den VfL Pfullingen. Es ist das erste Pflichtspiel der neuen Saison.
VfL Nagold – VfL Pfullingen (Freitag, 19 Uhr). Das Heimspiel des VfL Nagold gegen den VfL Pfullingen ist eine von vier Begegnungen, die in der ersten Runde des WFV-Pokals schon am Freitagabend ausgetragen werden. Ab 19 Uhr tritt der Vizemeister der Fußball-Landesliga gegen den Fast-Absteiger aus der Verbandsliga im Reinhold-Fleckenstein-Stadion an. Und zwar auf dem Rasenplatz, der nach dem Einbau der Flutlichtanlage im vergangenen Jahr auch die Möglichkeit einer Verlängerung möglich macht.
Eine Option, die durchaus möglich ist, denn die zuletzt gesehenen Nagolder Niederlagen resultierten aus Testspielen gegen jeweils gestandene Oberliga-Teams. Der VfL Pfullingen hat hingegen die zurückliegende Saison in der Verbandsliga mit 39 Punkten bei 48:54 Toren als Elfter abgeschlossen. Der Klassenerhalt wurde erst am letzten Spieltag mit einem 4:2-Sieg beim damaligen Schlusslicht Rot-Weiß Weiler sichergestellt.
Möglichst weit kommen
„Keine Frage, der VfL Pfullingen ist eine Herausforderung, aber wir wollen auch im WFV-Pokal möglichst weit kommen“, gibt Raphael Schaschko als Ziel aus. Dabei hat der sportliche Leiter des VfL Nagold mit Sicherheit die Serie von großen Pokalspielen im Hinterkopf, bei denen die Mannschaft unter dem damaligen Trainer Armin Redzepagic namhaften Gegner Paroli bieten konnte.
Das dürfte gegen die Pfullinger nicht einfach werden, denn das Team von Trainer Yasin Yilmaz will sich in der kommenden Saison nicht noch einmal eine Zitterpartie antun. Der rund 4000 Mitglieder zählende Mehrspartenverein konnte sich mit Fabio Marchese (VfL Sindelfingen), Anton Kasanski (TSG Reutlingen), Samuel Hipp (FC Esslingen), Mohamed Conde (Young Boys Reutlingen) und Samuel Valentini (Stuttgarter Kickers) verstärken. Darüber hinaus kehrt Benjamin Ponath als Co-Trainer zurück.
1:3-Niederlage in Böblingen
Anschauungsunterricht zur Spielweise der Pfullinger konnten sich der VfL Nagold am Samstag beim Testspiel der SV Böblingen gegen den Verbandsligisten (0:1) holen. Nach dem VfL Pfullingen gab am Sonntag der VfL Nagold seine Visitenkarte bei den zukünftig in der Staffel 2 der Landesliga Staffel II aktiven Ex-Kollegen ab und unterlag mit 1:3.
Nach vier Spielen der Marke Sondierung ist die erste Runde im WFV-Pokal für den VfL Nagold eine erste Standortbestimmung. „Wir haben zuletzt echt viel gemacht“, blickt Spieler Chris Wolfer auf die intensiven Trainingseinheiten. Trainer Marcel Schuon will sein Team auf einen Level bringen, das es ihm erlaubt, ein System zu spielen, bei dem sich die Gegner nach ihm ausrichten müssen. Dass dafür erst wenige Positionen vergeben sind, haben die ersten Testspiele gezeigt, in denen jeweils rund 20 Spieler zum Einsatz gekommen sind. Auch in Sachen Kapitän und Spielerrat dürfte bis zum Freitag eine Entscheidung fallen. Im Tor ist Joel Mogler zu erwarten, der im Testspiel gegen den SSV Reutlingen einige Bälle herrausgefischt hatte.