In der ersten Gmond gab es einen Rückblick und eine Vorausschau: Bürgermeister Markus Keller warb für den Glasfaserausbau, bei dem es „keinen Haken“ gebe. So könnte es mit Mehrzweckhalle weitergehen.
Was in Riedböhringen im vergangenen Jahr geschehen ist, war einer der Punkte bei der ersten Gmond in dem Blumberger Teilort. Mit ihr ging die erste öffentliche Sitzung des Ortschaftsrats unter der Leitung von Ortsvorsteher Bodo Schreiber einher, zu der Bürgermeister Markus Keller gekommen war. Gemeinsam mit sechs Ortschaftsräten warfen die Anwesenden auch einen Blick in die Zukunft.
„Starkes Votum“ für das Gremium
Ein zentrales Thema des Abends war aber die Rückschau auf das Jahr 2024. Dabei hob Schreiber hervor, dass die Wahlbeteiligung bei den Ortschaftsratswahlen bei beachtlichen 69 Prozent gelegen habe. „Das ist ein starkes Votum für unser Gremium und ein Zeichen des Interesses an der lokalen Politik“, bewertete der Ortsvorsteher. Zudem wurden wichtige Meilensteine in der Gemeinde hervorgehoben: von der Entlassfeier der vierten Klasse bis hin zur Teilnahme von Riedböhringer Schützen an der Deutschen Meisterschaft im Kleinkaliber-Unterhebel. Auch die Erfolge des Sportvereins VfL, der sein 75-jähriges Bestehen mit einem großen Sportwochenende feierte, sowie die beeindruckende Leistung der „Bähringer Wildsaue“ bei der OCR-Weltmeisterschaft im Hindernislauf wurden gewürdigt.
Schrittweise Sanierung?
Ein weiteres großes Thema war die Mehrzweckhalle (MZH), die für 50 000 Euro einen neuen Elektroschrank und einen kleinen Hausmeisterraum erhielt. Im Raum steht zudem die Idee einer schrittweisen Sanierung nach der gleichen Diskussion in Riedöschingen. „Wir müssen schauen, wie sich Fördermittel entwickeln, aber kleine Schritte sind besser als gar keine“, sagte Schreiber pragmatisch.
Biberbau bedroht Gebäude
Eine echte Herausforderung stellt derzeit ein Biberbau an der südlichen Gemarkungsgrenze im Mühlegraben dar. Mit einer Höhe von vier Metern könnte er bei Starkregen und Dammbruch bachabwärts liegende Gebäude gefährden. „Hier brauchen wir eine schnelle Lösung, bevor es zu spät ist“, warnte Ortsvorsteher Bodo Schreiber. Aber so einfach wird das nicht. „Der Biber ist geschützt, und ein Eingriff erfordert die Rücksprache mit vielen Parteien und zuständigen Stellen“, ergänzte Bürgermeister Keller.
Zum Abschluss wurden ehrenamtliche Helfer gewürdigt. Besonders wurden jene hervorgehoben, die sich um die Pflege von Ortsbild, Friedhof und Jeisshütte kümmern. „Ohne Euch wäre unser Dorf nicht das, was es ist“, betonte Schreiber. Die Sitzung endete mit einem Umtrunk und Austausch.
Große Feste
Viel Engagement
Neben der Infrastruktur standen auch kulturelle und soziale Ereignisse im Mittelpunkt der Sitzung. Besonders hervorgehoben wurde die 35-Jahr-Feier der Bergli-Hexen, die das Dorf in einen Ausnahmezustand versetzte. „Es war ein Fest der Superlative. Ohne die Unterstützung des gesamten Ortes wäre das nicht möglich gewesen“, lobte Ortsvorsteher Bodo Schreiber das Engagement des Vereins. Ein weiterer Höhepunkt war der traditionelle Adventsbasar der Landfrauen, der viele Besucher anzog. Neben den anstehenden Vereinsfesten stehen einige besondere Ereignisse bevor: Der Männergesangverein feiert im April sein 75-Jahr- Jubiläum, im Mai begeht die Kardinal-Bea-Schule ihr 60-jähriges Bestehen. Zudem soll eine Prioritätenliste für die Feldwegekommission erarbeitet werden. „Wir müssen gemeinsam mit den Landwirten eine nachhaltige Lösung für unsere Wege finden“, sagte Schreiber.