Bürgermeister Christoph Schaack stellt die erste Planungsidee für eine neue Freiluftsporthalle in Dobel vor. Foto: Reinhold

Der Dobler Haushalt 2026 wurde eingebracht – die Lage ist schwierig. Eine Freilufthalle war in der jüngsten Gemeinderatssitzung auch ein Thema.

„Der Haushaltsentwurf ist alles andere als gesund“, waren die einleitenden Worte von Dobels Bürgermeister Christoph Schaack zu Beginn der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend.

 

Dem neuen Kämmerer Holger Hermann fiel die Aufgabe zu, seinen ersten Haushaltsentwurf den Gemeinderäten vorzustellen.

Sattes Minus

Die intensiven Beratungen darüber finden dann in den kommenden Monaten statt.

Bei steigenden Ausgaben und sinkenden Einnahmen weist Dobels Haushalt 2026 ein sattes Minus aus: Die Gewinn-Verlust-Rechnung, der „Ergebnishaushalt“, weist ein Defizit für 2026 von nahezu 1,5 Millionen Euro aus.

Der „Finanzhaushalt“, also die Aufwendungen und Erträge, ein Minus von rund einer Million Euro.

Eingeplant seien derzeit noch Investitionen von etwa einer Million Euro, wobei man diesen Bereich schon um 300 000 Euro reduziert habe. Die Ursachen für den negativen Haushalt 2026 hätten verschiedene Ursachen, die schwer wiegen: steigende Personalkosten von 2025 mit 2,9 Millionen auf 3,3 Millionen Euro in 2026. Eine Steigerung der Kreisumlage von zusätzlich 200 000 Euro. Dazu die sinkende Einwohnerzahl Dobels, die wiederum zu weniger Zuwendungen aus Land und Bund führten.

Wie Kämmerer Hermann und Bürgermeister Schaack betonten, sei die Lage schwierig und man hoffe, in den Beratungen mit dem Gemeinderat einen Haushalt 2026 erarbeiten zu können, der auch seitens übergeordneter Stellen genehmigungsfähig sei.

Freiluftsporthalle Durch die „Sportfreunde Dobel“ wurde die Verwaltung des Ortes auf das Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) hingewiesen. Aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ stellt der Bundestag Programmmittel von 333 Millionen Euro bereit, damit Kommunen ihre Sportstätten erhalten und modernisieren können.

In Dobel bestehen seit Jahren kaum noch bespielbare Freiflächen für Basketball und Beachvolleyball.

Dazu sei die Sporthalle terminlich völlig überlastet, der Schulsport brauche zusätzliche Kapazitäten und der Vereinssport wachse.

Barrierefreie Zugänge

Wie Bürgermeister Schaack den Gemeinderäten sagte, hätte eine erste Projektskizze bis Mitte Januar seitens der Gemeinde Dobel in Berlin eingereicht werden müssen. Diese stellte Schaack den Räten am Dienstag vor: Die wetterunabhängige Freiluftsporthalle sieht eine überdachte Spielfläche von 30 mal 15 Metern, eine Photovoltaikanlage, einen Sportboden, LED-Beleuchtung, barrierefreie Zugänge und umlaufende Bande vor.

Die geschätzten Gesamtkosten würden sich auf rund 620 000 Euro belaufen, wobei eine Förderung seitens des SKS-Programms von 45 Prozent zu erzielen sei. Eine Bewertung durch den Bund sei im Frühjahr 2026 zu erwarten, die Vergabe und der Bau könne bis zum Sommer 2027 realisiert werden.

Die Gemeinderäte zeigten sich angesichts dieser Möglichkeit beeindruckt und genehmigten im Nachgang einstimmig die Einreichung der vorgestellten Projektskizze für die Freiluftsporthalle.

Sanierung und Instandhaltung Der Gemeinderat beauftragte die Sanierung der Toilettenanlage des Waldfriedhofs für rund 33 000 Euro. Für die Unterhalts- und Grundreinigung der Sporthalle, Feuerwehr und als Vertretungsleistung im Kindergarten wurde ein Vertrag mit einem Dienstleistungsunternehmen aus Neuenbürg genehmigt.

Tourismus Dobels Tourismuschefin Rahel Horsch erläuterte dem Gemeinderat die Eckpunkte ihrer Arbeit für das laufende Jahr.

Outdoor-Veranstaltungen

Priorität habe das Zertifikat „Heilklimatischer Kurort“, bei dem derzeit die Messungen und Vorarbeiten laufen. Darüber hinaus seien zwei Outdoor-Veranstaltungen geplant.

Drei heilklimatische Wege sollen neu eingerichtet werden und die Gästekarte werde gemeinsam mit Bad Herrenalb und Waldbronn neu aufgelegt. Horsch berichtete davon, dass an den Wochenenden in den Sommermonaten gastronomisch etwas los sei in Dobel: Man habe Foodtrucks und Streetfood-Anbieter gewinnen können, die dem Ort neuen kulinarischen Wind einhauchen wollen.