Mit einem Absperrband abgeriegelt ist der Ort des Brandunglücks in Schwenninger Alleenstraße. Der Arena-Club wurde dabei zerstört. Foto: Mareike Kratt

Der Arena-Club in der Schwenninger Alleenstraße ist in der Nacht zu Montag ein Raub der Flammen geworden. Wie ist die Lage am nächsten Tag – und was sagt der Betreiber?

Der Morgen nach dem Großbrand auf dem Areal des Arena Club & Lounge, der eingebettet zwischen zwei Wohnhäusern in der Alleenstraße, etwas nach hinten versetzt, liegt: Inzwischen ist Ruhe eingekehrt, auch wenn der Geruch nach Feuer noch immer in der Luft liegt und zusammen mit dem Anblick des zerstörten einstöckigen Gebäudes erahnen lässt, was sich hier sechs Stunden zuvor abgespielt hat.

 

Ein abgebrannter Tisch mit Stühlen liegt verkokelt vor dem Eingang des Clubs, der mit rot-weißem Absperrband verriegelt ist. Von drinnen her ist ein stetiges leises Wassertropfen als Relikt der aufwendigen Löscharbeiten der Feuerwehr zu hören, die mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort war. Besonders der rechte Gebäudeteil scheint in Mitleidenschaft gezogen – hier sind nicht nur zahlreiche verbrannte Gegenstände aus der Entfernung zu erkennen, hier ist auch ein Teil des Daches zerstört.

Frage der Brandursache

Doch was hat das Gebäude überhaupt zum Brennen gebracht? Darüber kann Daniel Brill, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Konstanz, auch am Tag nach dem Unglück, bei dem keine Person verletzt worden ist, keine Auskunft geben. „Zur Brandursache können wir noch nichts sagen“, betont er. Wenngleich feststehe: „Das Feuer ist in der Küche ausgebrochen.“

Das bedeutet, dass der Gastronomiebetrieb entsprechend versiegelt worden sei, um weitere Polizeiermittlungen aufzunehmen, fährt Daniel Brill fort. Dazu soll auch ein Brandsachverständiger hinzugezogen und vor Ort tätig werden. Bis es also Neuigkeiten in Sachen Brandursache gibt, werde es wohl ein paar Tage dauern.

„Ein riesiger Schlag“

In der Unglücksnacht vor Ort war auch der Betreiber des Arena-Clubs, Sertac Gülenc. Nach dem Anruf sei er sofort losgefahren – „vor Ort hat mich dann ein riesiger Schlag getroffen“, beschreibt er seine Gefühlslage. Einige Stunden später ist er immer noch fassungslos, wie es zu dem Brand überhaupt kommen konnte.

Besonders die rechte Gebäudeseite ist durch den Großbrand in Mitleidenschaft gezogen worden. Foto: Mareike Kratt

Denn sonntags hat der Club sowieso immer geschlossen. Sertac Gülenc selber, der mit dem Club vor ein paar Jahren aus dem E-Werk in der Kirchstraße in die Alleenstraße gezogen ist, sei am Sonntagmittag kurz im Gebäude gewesen – „da war alles noch in Ordnung“, berichtet er. Dass es Brandstiftung gewesen sein könnte, das möchte der Betreiber nicht ausschließen. Nun müsse er erst einmal das Ergebnis der Ermittlungen der Polizei abwarten.

Gibt’s was zu retten?

Wie es für ihn und seinen Club nun weitergeht, kann Gülenc zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Er hofft aber, dass ein Teil des Gebäudes – der linke – vielleicht gar nicht komplett zerstört worden ist und sich möglicherweise schnell wiederaufbauen lässt.

Dazu müsse er sich aber selber noch ein Bild von der Lage vor Ort machen. Das Ziel von Betreiber Gülenc sei auf jeden Fall, den Club weiterzuführen – am Standort in der Alleenstraße sei er nämlich „sehr gut gelaufen“.