An der Gartenschule erhalten die Juniorhelfer ihre Warnwesten und den Juniorhelfer-Rucksack. Gabriele Kimmig (hintere Reihe, von links) und Anne Grüters von der Gartenschule, Uwe Döhring vom DRK-Kreisverband Villingen-Schwenningen und Juliana Vecchio von der Barmer, freuen sich darauf, dass die jungen Helfer bald durchstarten werden. Foto: Jochen Schwillo

An der Schwenninger Gartenschule gibt es jetzt eine besondere AG, so werden zwölf Dritt- und Viertklässler als Juniorhelfer ausgebildet. Das soll bereits früh die soziale Verantwortung schulen.

An der Schwenninger Gartenschule werden derzeit zwölf Juniorhelfer ausgebildet, die im Bedarfsfall bei ihren Mitschülern Erste Hilfe leisten können. Jetzt wurde der Gruppe ein Juniorhelfer-Rucksack überreicht, damit sie im neuen Schuljahr mit ihrem Engagement durchstarten können.

 

Die Schüler, die sich für diese Arbeitsgemeinschaft an der Gartenschule interessiert haben, kommen aus der dritten und vierten Klasse und werden dabei altersgerecht an Erste Hilfe herangeführt. So sollen die jungen Helfer die Lehrkräfte an der Gartenschule beispielsweise bei den Pausendiensten unterstützen.

„Wichtige Werte“ werden vermittelt

Erkennbar sind die jungen Schulsanitäter an ihren gelben Warnwesten. Das Rüstzeug wurde ihnen von Anne Grüters nahegebracht. Die Referendarin an der Gartenschule wurde zuvor selbst beim Roten Kreuz dafür ausgebildet.

Begeistert über das Projekt zeigt sich auch Gabriele Kimmig. „Wir sehen die Erste Hilfe als Instrument, um den Kindern wichtige Werte zu vermitteln“, so die kommissarische Schulleiterin. Es gehe um Sozialkompetenzen und Mitgefühl, um Hilfe auf allen Ebenen des zwischenmenschlichen Lebens zu ermöglichen. „Deshalb sind unsere Juniorhelferinnen und Juniorhelfer mehr als nur Schulsanis“, unterstreicht Gabriele Kimmig.

Tröste-Teddy Teil vom Erste-Hilfe-Rucksack

Finanziert werde der Juniorhelfer-Rucksack durch die Barmer Villingen-Schwenningen. „Über das Juniorhelfer-Programm kommen die Kinder schon früh mit dem Thema Erste Hilfe in Kontakt. Sie verlieren Ängste, übernehmen Verantwortung und behalten das hoffentlich ein Leben lang bei“, so die Krankenkassenmitarbeiterin Juliana Vecchio. Das DRK unterstützte die Ausbildung der Lehrkräfte und kümmerte sich um die Erweiterung der Ausbildung und die Warnwesten.

Uwe Döhring vom Jugendrotkreuz im DRK-Kreisverband zeigte, was sich alles im dem Helferrucksack befindet: Da gibt es einmal den Tröste-Teddy, Verbandsschere und Verbandsmaterial. Ebenso Pflaster in verschiedenen Größen und Binden.

Eine frühe und soziale Verantwortung

Der Kreisjugendleiter sieht nur Vorteile in dem Juniorhelferprogramm. „Die Schüler übernehmen hier früh soziale Verantwortung“, so Döhring. Erfolgreich etabliert wurden die Juniorenhelfer bislang an der Friedensschule und der Neckarschule in Schwenningen sowie an der Villinger Südstadtschule.