Interessiert nimmt die Bevölkerung von Hausen vor Wald an der ersten Gmond teil. Foto: Rainer Bombardi

Die erste Sitzung des Ortschaftsrats thematisiert den ersehnten Bahnstopp und das Neubaugebiet und macht Eltern schulpflichtiger Kinder Hoffnung.

Im Bürgerhaus in Hausen vor Wald waren die Entwicklung hinsichtlich eines Bahnstopps, die Waldstraße und das Neubaugebiet nur drei der Themen, welche der Bevölkerung unter den Nägeln brennen. In der Ersten Gmond nutzten sie die Gelegenheit, ihre Wünsche und Sorgen in Anwesenheit des Ortschaftsrats, Bürgermeister Patrick Haas und Bauamtsleiter Thilo Mayer vorzubringen.

 

Um der Bevölkerung mehr Redezeit zu ermöglichen, fasste sich Ortsvorsteherin Ingeborg Reitze in ihrem Rückblick auf 2025 und der Vorschau auf 2026 deshalb relativ kurz.

Sie blickte auf die Erfolge der gesellschaftlichen Neuerungen zurück, zu denen sie exemplarisch die beiden Seniorennachmittage, den Tag des offenen Gartens mit Möglichkeit zum Gespräch oder den Sturm des Rathaussaals an Fasnet aufzählte.

Reitze führte die Sanierung der Waldstraße inklusive der bevorstehenden Einsaat einer Blumenwiese auf den offenen Flächen am Straßenrand, die Sanierung des Feldwegs in der Röte, die Fertigstellung der Gauben am Hallendach oder die Inbetriebnahme einer Trafostation am Auenberg als Beispiele für Investitionen vor Ort an.

Ortsvorsteherin Ingeborg Reitze berichtet über die bevorstehenden Projekte in Hausen vor Wald. Foto: Rainer Bombardi

Für das laufende Jahr rückte sie die Vergabe der Erschließung des Neubaugebiets Im Stegle in den Fokus. Deren Baubeginn steht ab Mai bevor und erfordert für Kanalanschlussarbeiten eine zweiwöchige Straßensperrung. Der erste Bauabschnitt des Feldwegs Hinter Jehlis Wiesen steht ebenfalls bevor.

Das Straßenfest findet zwischen dem 15. und 17. August noch einmal im gewohnten Umfeld statt. Der frühestens im Jahr 2027 vorgesehene Umbau des Hagenstalls und die damit verbundene Komplettsanierung des Gerätehauses erfolgt abhängig von den noch ausstehenden Resultaten des Feuerwehrbedarfsplans. Dieser wird im Frühjahr im Gemeinderat diskutiert.

Der Hüfinger Inklusionsbeauftragte Lars Hauser kündigt eine Sprechstunde vor Ort an. Foto: Rainer Bombardi

Inklusionsbeauftragter Lars Hauser zog eine Erfolgsbilanz seines ersten Jahres und bot sich auf seinem Gebiet als Ansprechpartner für die Sorgen und Nöte der Menschen an. Ebenso bot er eine Sprechstunde vor Ort an. Dort sieht er eine Chance, seine Ziele einer erfolgreichen Sozialraumplanung, der Herstellung einer Kooperation zwischen Altersheim und Kindergärten oder einer lebendigen Inklusion den Menschen näherzubringen.

Buskosten bleiben Thema

Bürgermeister Haas sicherte zu, dass sich der Gemeinderat mit Möglichkeiten zur Reduzierung unverhältnismäßiger Fahrtkosten für Schulkinder beschäftigen wird, nachdem das Landratsamt diverse Buslinien aus dem Fahrplan gestrichen hat. Zudem kündigte er eine Überprüfung kostengünstiger Übergangshilfen auf den vielbefahrenen Kreisstraßen für Kinder auf ihrem Weg zur Schellenberger Schule an.

Bauamtsleiter Thilo Mayer bereitete die Anwesenden darauf vor, sich mittelfristig auf ein verändertes Waldbild einzustellen, da die einst gepflanzten Fichten und Tannen nur schwer den Auswirkungen von Unwettern und Käferbefall widerstehen können.

Waldbegehung mit dem Förster

Für den Frühsommer kündigte er eine öffentliche Waldbegehung mit Revierförster Andreas Wolf an, der profunde Auskünfte zu den aktuellen Baumfällungen und dem klimabedingten Waldwandel geben kann. Hinsichtlich eines Bahnstopps vor Ort appellierte Haas in den Forderungen an die Landespolitiker, an das Landratsamt und den anderen hierfür zuständigen Stellen nicht nachzulassen. „Alle befürworten dieses Projekt“, so Haas, hoffend dass auf die lobenden Worte mittelfristig Taten folgen.

Einwohnerstatistik

Hausen vor Wald
zählte im Vorjahr 525 Einwohner, vier Geburten und drei Todesfälle. Veranstaltungshöhepunkte des Ortes sind das Frühjahrskonzert von Musikkapelle und Männergesangverein in der Festhalle Hüfingen am 21. März, das Straßenfest aller örtlichen Vereine zwischen dem 15. und 17. August in der Alten Schlossstraße und das „Tag-vor-dem-Bappä-Tag-Fescht“ der Landjugend.