Sanierungsstau, knappe Kassen und andere Sorgen prägen die erste Gmond im Donaueschinger Ortsteil Neudingen. Im Mittelpunkt steht die marode Mehrzweckhalle.
Im Fokus der ersten Gmond in Neudingen sind die notwendige Sanierung des Gebäudekomplexes Mehrzweckhalle, die finanzielle Zusatzbelastung für die Beförderung der Grundschüler, die Straßenbeleuchtung und die ausstehende Sanierung der Kreisstraße gestanden.
Gemeinderat Uwe Münzer bemängelte in seinem Bericht zu den Investitionen die für kommendes Jahr beschlossene Nullrunde für die Ortsteile, die zur Wahrung der städtischen Harmonie seines Erachtens einmalig bleiben muss. Eine Ausnahme macht die notwendige Sanierung der rechten Wasserkammer im Trinkwasserhochbehälter Neudingen, die mit 240 000 Euro veranschlagt ist.
Ortsvorsteher Jochen Preis bat darum, die überfällige Sanierung der Mehrzweckhalle, inklusive einer räumlich klar strukturierten Abtrennung vom Kindergarten, ab dem Jahr 2027 in Angriff zu nehmen.
„Die Mehrzweckhalle ist eine Art Bürgerzentrum. Sie ist Veranstaltungsort und Treffpunkt für Kinder, Familien, Vereine und die zahlreichen ehrenamtlich organisierten Veranstaltungen“, appellierte Preis, die Zukunft des Ortsteils nicht aufs Spiel zu setzen.
Sanierung der Mehrzweckhalle
Er bezeichnete die technische und energetische Sanierung der Mehrzweckhalle unter anderem aufgrund durchfeuchteter Wände, mehr als 60 Jahre alter Wasserleitungen, einer veralteten Fensterfassade, einer nicht mehr zeitgemäßen Mess-, Steuer- und Regeltechnik der Heizung und einer auch aufgrund von Wasserschäden stark beeinträchtigten Substanz als vordringlich.
Preis verwies auf die Erkenntnisse aus einer Klausurtagung, in der sich der Ortschaftsrat ausschließlich mit der Zukunft der Mehrzweckhalle beschäftigte. Die Kernfragen lauteten: „Was haben wir, was wollen wir und was ist möglich?“
Preis verwies darauf, dass auch die Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften ein Thema war. „Der Wirtschaftsbereich der Halle ist suboptimal, die Nutzungsmöglichkeiten für die Vereine sind eingeschränkt, die Lagermöglichkeiten und die Durchführung von Veranstaltungen sind erschwert“, nannte er weitere Beispiele.
Er forderte, in die für 2027 vorgesehene Planung einer modernen Mehrzweckhalle neben der energetischen und technischen Sanierung auch die klare Trennung zum Kindergartenbereich einzubeziehen.
Er ergänzte zudem, in diesem Zusammenhang auch Überlegungen bezüglich Erweiterungsmöglichkeiten für den räumlich eingeschränkten Kindergarten zu machen. Preis erinnerte an die zahlreichen Förderprogramme, die es dafür gebe.
Weitere Projekte und Ehrungen
Hoffnung, dass die Straßenbeleuchtung in Zukunft wieder durchgehend in der Nacht brennen wird, gibt es gemäß aktuellem Gemeinderatsbeschluss kaum. Einen Hoffnungsschimmer gibt es bezüglich der Sanierung der Kreisstraße. Der EU-weiten Ausschreibung in diesem Jahr folgen 2027 die Planung und ab 2028 der Ausbau.
Parallel soll die Planung des Radwegs laufen. Ortsvorsteher Preis ehrte Sonja Efinger für 25-maliges Blutspenden und Heiko Weber für 100-maliges Blutspenden.
Die Schülerbeförderung
Eine unbefriedigende Situation
für Familien beklagte Ortschaftsrat Mathias Huber bezüglich der seit Jahresbeginn anfallenden Beförderungskosten für Grundschüler. Er appellierte, den Monatsbeitrag von 45 Euro zu überdenken. „Das Ticket ist für das gesamte Land gültig. Wir benötigen für die Grundschüler indes nur ein kostengünstiges Ticket nach Pfohren und zurück.“ Huber forderte, gleich behandelt zu werden wie Ortsteile mit Grundschule. Oberbürgermeister Erik Pauly verwies auf einen Kreistagsbeschluss der zur aktuellen Situation führte.