In Glatten haben die Arbeiten für die Nahwärmeversorgung begonnen. Umfangreiche Erdarbeiten finden derzeit auf dem Palmberg im Gewann Hardteck statt. Foto: Waltraud Günther

In Glatten haben die Arbeiten für das Nahwärmenetz begonnen – mit umfangreichen Erdarbeiten.

In Glatten sind momentan große Erdbewegungen zu beobachten. Im Zuge des Ausbaus der Nahwärmeversorgung laufen derzeit auf dem Palmberg im Gewann Hardteck die Erdarbeiten für den Neubau der Heizzentrale. Auf dem Gelände, auf dem bis vor wenigen Tagen noch ein großer Lagerschuppen stand, fallen große Mengen an Erdaushub an.

 

Wie der zuständige Architekt Stefan Kirn vom Altensteiger Atelier Kirn berichtet, werden noch bis Ende kommender Woche rund 3400 Kubikmeter Erde bewegt, 1400 Kubikmeter davon wurden bereits in den vergangenen Tagen von zahlreichen Lastwagen abgefahren. Für Auffüllarbeiten werden vor Ort wieder 2000 Kubikmeter Erde benötigt und deshalb rund um die Baustelle zwischengelagert.

Kirn ist zuversichtlich, dass die Erdarbeiten bis Ende kommender Woche abgeschlossen und alle aufgeschütteten Hügel dann wieder weg sind. Danach muss lediglich noch Schotter angefahren werden.

Reptilienzäune werden wieder aufgebaut

Baldmöglichst sollen dann rund um die Baustelle wieder Reptilienzäune aufgebaut werden. Diese sollen die vor Beginn der Bauarbeiten eingesammelten Tiere daran hindern, wieder auf die Baustelle zurückzukehren. Eine Maßnahme, die mit den Forst- und Naturschutzbehörden abgestimmt ist.

Danach beginnen die eigentlichen Arbeiten für die Heizzentrale. Gebaut werden sowohl die Versorgungswege für die Anlieferung der Hackschnitzel in das Silo und die Abholung der Asche als auch das schallisolierte Gebäude, das die Wärmespeicher, Holzheizkessel und Zusatzkessel sowie die Holzheizzentrale beherbergt.

Heizzentrale soll im September fertig sein

Parallel dazu finden im Ort die ersten Tiefbauarbeiten für die Wärmerohrversorgung der Hausanschlüsse statt. Die Baumaschinen und Materialien hierfür werden auf dem Gelände der ehemaligen Küferei Franz zwischengelagert.

Bürgermeister Tore Derek Pfeifer ist zuversichtlich, dass das Herzstück der Nahwärmeversorgung, die mit modernster Technik ausgestattete Heizzentrale, bis spätestens September fertiggestellt sein wird.