Noch erstrahlt das neue Foyer im Kanderner Rathaus in Weiß. Bald sollen hier Fotoausstellungen stattfinden. Foto: Gudrun Gehr

Mit einem kleinen Festakt eröffnete Bürgermeisterin Simone Penner den fertig gestellten Eingangsbereichs des Kanderner Rathauses. Bereits seit Monatsanfang wird er benutzt.

Bereits seit Monatsanfang erfolgt der Eintritt zum Rathaus ausschließlich über den neuen Zugang.

 

Nach der Sanierung und Modernisierung ist die größte Veränderung die Verlagerung des Haupteingangs auf die Südseite in Richtung Waldeckstraße.

Der neue Eingangsbereich beinhaltet nunmehr einen lichten Windfang, Lift und Treppenhaus.

Nur wenige Gemeinderäte, die sich ohnehin auf dem Weg zur Sitzung des Verwaltungsausschusses befanden, folgten der Einladung.

Viele Räume dienen noch als Provisorium

Der bisherige Zugang steht nun nicht mehr zur Verfügung. Er ist künftig als Notausgang vorgesehen. Auch der Briefkasten und die Klingel sind am neuen Seiteneingang installiert. Der „alte“ Zugang in Richtung Innenstadt ist nun mit einem Gerüst versehen.

An der Fertigstellung des lichtdurchfluteten neuen Eingangs ist laut Bürgermeisterin Penner für den Bürger auch der Baufortschritt erkennbar. Viele Räume dienen bis zur Beendigung der Baustelle im März des Folgejahres noch als Provisorium.

Sie sagte: „Hauptgrund der Umbaumaßnahmen ist die barrierefreie Erreichbarkeit aller Stockwerke und des Sitzungssaales, so dass auch bewegungseingeschränkte Personen die Gemeinderatssitzungen besuchen können“. Auch würden durch den Umbau die Büros saniert und optimiert.

Ein Lift verbindet die Stockwerke, die Wege gestalten sich nunmehr besser einsehbar und transparenter. Sie sagte: „Wir haben bereits viel positives Feedback bekommen“.

Skulptur des Keramikkünstlers Messerschmidt

Im hellen Foyer des Erdgeschosses befindet sich die Skulptur und das Mahnmal des Kanderner Keramikkünstlers Hermann Messerschmidt mit dem Titel „Lebensbaum“, ein Geschenk der Sparkasse zum damaligen Einzug ins neue Rathaus.

Die Skulptur ist eine Hommage an die Töpferstadt Kandern und kommt künftig optimal im gut einsehbaren Foyer der Servicebereiche zur Geltung. Das Rechnungsamt, das derzeit im Bibelissaal ausquartiert ist, soll im hinteren Bereich des Erdgeschosses angesiedelt werden. Penner verwies auf eine geplante Sitzecke für die Wartenden.

Geplant sind hier Infostände, Bilder und ein offener Bücherschrank. Abwechslungsreich werden sich die geplanten Foto-Wechselausstellungen im Foyer gestalten. Bauamtsleiterin Judita Kovac verriet schon einmal die Planung: „Die erste Fotoausstellung ist bereits in Vorbereitung und gilt dem Ablauf der Baustelle.“ Simone Penner schmunzelte und sagte: „Es bleibt spannend“.

Neuer Raum für das Personal mit Küchenzeile

In den Büros des Untergeschosses wird das Hoch- und Tiefbauamt seine Bleibe finden. Hier konnte durch den Auszug des Hauptamts-Archivs nach Riedlingen ein neuer Raum für das Personal mit einer kleinen Küchenzeile gewonnen werden.

Derzeit kann sich das Personal noch am Stehtisch treffen, Stühle fehlen noch. Die Fenster wurden vergrößert. Als Interimslösung für die Zeit des Umbaus nutzen hier Bürgermeisterin Penner und Hauptamtsleiterin Jasmin Winz ein gemeinsames Büro.

Der ehemalige Sitzungsraum dient derzeit als Großraumbüro für das Bauamt, und wird nach Sanierung im Normalbetrieb wieder am gewohnten Ort im Untergeschoß verwendet. Der Gemeinderat ist ausgelagert und tagt derzeit in der Mensa der August-Macke-Schule. Durch die Umbaumaßnahmen konnten rund 50 Quadratmeter Nutzungsfläche im Treppenhaus hinzugewonnen werden, die jedoch nicht als Büroräume verwendet werden. Bauamtsleiterin Kovac und Simone Penner freuen sich auf die Beendigung der Baumaßnahmen im nächsten März. Es fehlen noch einige Maler- und Bodenarbeiten. Das Budget in Höhe von 2,3 Millionen Euro sei nicht überschritten worden.