Joachim Schweitzer, Hermann Rohr und Hubert Mauz freuen sich im „Baukontor“ auf den Museumstag. Foto: Lutz Rademacher

Am Sonntag, 17. Mai, dem internationalen Museumstag, werden die Ausstellungsräume im Kraftwerk Brändbachtalsperre in Waldhausen ihrer Bestimmung übergeben.

Neben dem Kelnhofmuseum gibt es künftig eine neue Dauerausstellung im Kraftwerk der Brändbachtalsperre in Waldhausen.

 

Die Neueröffnung in den Räumlichkeiten der ehemaligen Dienstwohnung des Maschinenwärters, die zuletzt von Willi Brugger bewohnt wurde, findet im Rahmen des internationalen Museumstages um 11 Uhr statt.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Micha Bächle wird der ehemalige Hauptamtsleiter und heutige Hüter des Stadtarchivs über die Geschichte der Stromversorgung in Bräunlingen und zum Thema Bürgermeister Müller und dessen Affinität für den Kirnbergsee referieren. Im Anschluss berichtet Hubert Mauz von der Wasserkraft und dem ständigen Wandel in der Art der Stromerzeugung. Interessierte können sich anschließend bis 14 Uhr in den Räumen aufhalten, bis Hermann Rohr als Aufsichtsperson schließt.

100 Jahre Brändbachtalsperre

Auslöser für die Etablierung war die Ausstellung „100 Jahre Brändbachtalsperre“ im Kelnhof-Museum 2022. Viele Ausstellungsstücke wären hinterher wieder ins Archiv gewandert, was die Verantwortlichen schade fanden. Bürgermeister Micha Bächle stellte fest, dass im Kraftwerk die Räume zur Verfügung standen und die Dr. Fritz-Reimnitz-Stiftung steuerte einen Zuschuss zur Renovierung bei. „Es ist wichtig, dass man dieses Industriedenkmal erhält und für Besucher zugänglich macht“, so Joachim Schweitzer. Für den fachlichen Teil konnte er Hubert Mauz als Ingenieur gewinnen, um bei den technischen Plänen eine Auswahl zu treffen.

Dann stellte die Familie Hofheinz die originalen Esszimmermöbel aus den 1920er-Jahren zur Verfügung, die der damalige Bürgermeister Martin Müller dem Bauleiter der Talsperre anlässlich der Hochzeit mit seiner Tochter geschenkt hatte. Damit wurde ein Raum „Baukontor“ eingerichtet, ein Stockwerk höher ein „Planungsbüro“.

Der Maschinenraum mit den Turbinen blieb weitgehend unverändert, überall in dem Gebäude finden sich Ausstellungsstücke, die an die Stromerzeugung von anno dazumal erinnern.