Nach der Brotvermehrung verteilten die Apostel auch in der Kirche Brot. Foto: Heimpel

Nach zwei Jahren Corona-Pause hatte die evangelische Kirchengemeinde Furtwangen am Erntedank-Sonntag zum Familiengottesdienst und anschließenden Gemeindefest eingeladen.

Furtwangen - Es herrschte auch wieder reger Betrieb. Allerdings stellte Hannelore Frank vom Kirchengemeinderat fest, dass die Zahl der Besucher doch etwas niedriger war als in früheren Jahren. Man spüre auf jeden Fall die Nachwirkungen der Einschränkungen während Corona. Aber auch die Vakanz, die aktuell nicht besetzte Pfarrstelle, mache sich bemerkbar.

Der Erntedank-Gottesdienst, geleitet von Prädikantin Gabriele Sander-Bauer, kam auf jeden Fall bei den Gottesdienstbesuchern gut an. Eindrücklich war das Spiel der Jungen Gemeinde über die wunderbare Brotvermehrung. Auch die Gottesdienst-Besucher wurden nicht vergessen, ihnen wurde ebenfalls Brot gebracht. Und am Ende waren dann noch viele Körbe voll übrig. Gabriele Sander-Bauer bezeichnete dies als eine "wunderbare Geschichte". Es sei eine Vision, dass genug für alle da ist. Man müsse dies nur mit den anderen teilen.

Gründe, um dankbar zu sein

Darüber hinaus hatten für den Gottesdienst die Kinder des Kindergartens Plakate gemalt, wofür sie dankbar sind: für die Welt, die Freunde und das Essen, aber auch für die Erzieherin. Und die Gottesdienstbesucher selbst konnten auf einem Zettel vermerken, wofür sie selbst dankbar sind.

Nach dem Gottesdienst ging es weiter mit dem Gemeindefest in der gewohnten Weise. Unterstützt wurde die Gemeinde wieder durch die Vöhrenbacher Kleintierzüchter, die am Grill vor der Tür für das leibliche Wohl der Besucher sorgten. Dazu kam im Gemeindehaus noch eine reichliche Kuchentheke und nicht zuletzt ein kleines Kinderprogramm der Jungen Gemeinde.

Info: Situation der Gemeinde

Hannelore Frank vom Kirchengemeinderat machte deutlich, dass auch beim Gemeindefest ein Engpass in der Gemeindeführung deutlich wird: Mehrere Mitglieder des Kirchengemeinderates sind inzwischen verzogen und damit meist in den Sitzungen nicht anwesend. Immer wieder sei der Kirchengemeinderat deshalb nicht beschlussfähig. Auch ein neuer Vorsitzender als Nachfolger von Pfarrer Lutz Bauer konnte mangels Beschlussfähigkeit noch nicht gewählt werden. Daher richtet Hannelore Frank einen dringenden Appell an die Mitglieder der Gemeinde, sich für die Arbeit im Kirchengemeinderat zur Verfügung zu stellen. Das aktuelle reduzierte Team im Kirchengemeinderat sei auf jeden Fall "am Anschlag" und brauche dringend Hilfe.