Die Rettungskräfte müssen fast schon wöchentlich ausrücken, weil es zu Unfällen zwischen Bergfelden und Renfrizhausen kommt. Was bedeutet das für die Strecke?
Die Bilder schockieren. Eine Straße – die K5502 zwischen Bergfelden und Renfrizhausen – am Montagmorgen: Mehrere Autos sind am Straßenrand abgestellt, die Insassen stehen wartend daneben.
Und sie sehen, wie ein Pkw, auf dem Dach im Straßengraben liegend, in Flammen aufgeht. Weitere Bilder zeigen den total ausgebrannten Wagen, der nur noch aus dem blanken Metall besteht – weder Scheiben noch Scheinwerfer oder Reifen haben das Feuer überlebt.
Was ist passiert? Gegen 6.20 Uhr ist ein VW aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geraten und gegen einen Peugeot geprallt. Dieser wurde von der Straße geschleudert und blieb auf dem Dach liegen. Das Auto ging in Flammen auf.
Die Fahrerin konnte sich rechtzeitig befreien. Sie wurde leicht verletzt. Ebenso der Unfallverursacher. Die Feuerwehr löschte den brennenden Peugeot.
Schon ein Auto fing Feuer
In Summe ist es somit innerhalb von knapp drei Wochen zu drei Verkehrsunfällen auf der Kreisstraße zwischen den beiden Sulzer Teilorten gekommen.
So war ein Fahrer am Fasnetssonntag – dem 15. Februar – in einer lang gezogenen Rechtskurve von Bergfelden nach Renfrizhausen mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Das Auto fing Feuer. Der Fahrer erlitt tödliche Verletzungen und verbrannte im Wrack, so die Polizei.
Bisher keine Unfallhäufung
Eine Woche später erneut ein Unfall – auf derselben Strecke. „Ein BMW ist von der Fahrbahn abgekommen, hat einen Leitpfosten überfahren und ist mit einem Baum kollidiert“, erläuterte Fabian Herkommer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Konstanz, das Geschehen vom 22. Februar. Nach dem Zusammenstoß sei der Wagen jedoch noch rund 75 Meter weitergefahren, bis er in einem Acker zum Stehen kam. Der Fahrer war alkoholisiert.
Und jetzt am 9. März der Zusammenstoß zweier Autos und die Flammen, die aus einem der Fahrzeuge schlagen. Vergangene Woche hatte sich Andrea Schmider, die Pressesprecherin des für die Kreisstraßen zuständiges Landratsamts Rottweil, zu den ersten beiden Unfällen geäußert. „Bisher gilt dieser Abschnitt auf der K5502 zwischen Bergfelden und Renfrizhausen noch nicht als sogenannte ‚Unfallhäufungsstelle‘“, teilt sie unserer Redaktion mit.
Fünf Unfälle im Jahr
Die Einstufung erfolge seitens der Polizei anhand vorgegebener Parameter. „Wir werden anschließend darüber informiert“, beschreibt die Pressesprecherin des Landratsamtes das Prozedere.
Unfallhäufungsstellen liegen vor, wenn an einer Straßenstelle eine bestimmte Anzahl von Unfällen erreicht oder überschritten ist. Von einer Unfallhäufung wird dann gesprochen, wenn in der Einjahreskarte fünf gleichartige Unfälle vorliegen – es also fünfmal in einen Jahr zum gleichen Unfalltyp gekommen ist.
Verkehrsschau ist denkbar
Auch habe bisher keine Verkehrsschau vor Ort stattgefunden. Bei einer Verkehrsschau sind Mitarbeitende der unteren Straßenverkehrsbehörde, der Straßenbaubehörde, der Polizei und der betreffenden Gemeinde beteiligt, um verschiedene Aspekte zu berücksichtigen.
„Es ist durchaus denkbar, dass nach der Auswertung eine Verkehrsschau vorgenommen wird, um mögliche straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen oder bauliche Maßnahmen zu eruieren“, spricht Pressesprecherin Schmider vom Landratsamt den Ausgang der Untersuchungen an.