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Falls Schulen wieder schließen Bisingen hat sich für Fernunterricht gewappnet

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Die Schüler nehmen die Tablets in Empfang. Foto: Wahl

Bisingen - Die Gemeinde Bisingen hat iPads angeschafft, um im Fall einer Schulschließung oder Quarantäne einzelner Klassen gewappnet zu sein. Die Leihgeräte sowie Leihverträge wurden jüngst an 25 Schüler der Realschulklassen 5, 7 und 8 ausgegeben.

Auf den Geräten sind die wichtigsten Schul-Apps installiert. Damit sei die komplette Umstellung auf "Nextcloud" und "Kopano" zum Arbeiten, Chatten und zum Austausch während einer Fernlernphase und im Unterricht gewährleistet, sagte Realschul-Rektorin Heike Wizemann. Alle Programme seien so weit aufgespielt, weitere Schritte werden bei Bedarf folgen. In den Klassenzimmern seien Wlan-fähige Beamer und Hotspots vorhanden.

Datenschutz über Schulserver sichergestellt

Die Vertretungsplanung und Informationsbekanntgabe zu den Eltern erfolge über "DSB Mobile", einer Plattform, die von der Schule programmiert wurde. Um Videoaufnahmen und Unterrichtssequenzen anzufertigen, erhielt die Realschule ein Video-iPad.

Bei der offiziellen Übergabe war auch Bürgermeister Roman Waizenegger anwesend. Er ist zuversichtlich, dass mit Unterstützung durch Wizemann sowie den beiden Lehrkräften Dominik Kegler und Susann Egelhaaf der Fernlernunterricht funktioniert. Im Gespräch mit den Schülern ging der Schultes auch auf die derzeitige Situation und der damit verbundenen Auflagen ein.

Nach der Übergabe der iPads übernahm Egelhaaf die Einführung. Dabei gab sie den Schülern wertvolle Tipps. Die gesamten Daten laufen über den Schulserver, weshalb gewährleistet sei, dass keine Daten an Dritte übermittelt werden. Für Lehrer und Schüler gibt es feste Unterrichtszeiten. Außerdem könne, so Wizemann, nachgeprüft werden, ob die Schüler auch arbeiten. Sollte dies nicht der Fall sein, gebe es einen Telefonanruf von der Schulleitung. Sie betrachtet diese Lösung als optimal bei einem erneuten Lockdown oder für Schüler, die krankheitsbedingt zu Hause bleiben müssen.

Bei mehr als 70 Schülern liegt Bedarf vor

Bereits die Hälfte der Schulen im Zollernalbkreis nutzen diese Förderung des "Digitalpakts Schule", ein Sofortausstattungsprogramm des Bundes (siehe Info). Den Schulträgern in Baden-Württemberg stehen laut Kultusministerium 130 Millionen Euro zur Verfügung. Dadurch soll der Fernunterricht während der Corona-Pandemie verbessert werden beziehungsweise Schulen mit Laptops und Tablets ausgestattet werden.

Nutzen dürfen diese Geräte ausschließlich Schüler, die weder ein Laptop noch ein Tablet besitzen. In einem Vertrag mit den Schülern werden dabei die Leihmodalitäten festgehalten. Die Schüler dürfen die Geräte zunächst für ein Jahr behalten, sie bleiben jedoch im Eigentum der Gemeinde.

Auf die Gemeinde Bisingen entfiel ein Betrag in Höhe von knapp 55 000 Euro aus dem Topf des Sonderausstattungsprogramms des Bundes. Die jeweiligen Schulleitungen der hiesigen Grund-, Real- und Astrid-Lindgren-Schule hatten bei den Schülern und Lehrern vorhandenen digitalen Medien abgefragt. So konnte der endgültige Bedarf festgestellt werden, nämlich für die Grundschule 40 Schüler und eine Lehrkraft, für die Realschule 25 Schüler und zwei Lehrkräfte und für die Astrid-Lindgren-Schule acht Schüler.

Fördergelder noch nicht ganz ausgeschöpft

Die Tablets wurden von der Verwaltung beschafft. Zusätzlich erhielt jede Schule ein Tablet für das Filmen von Unterrichtsmaterial. Bei dieser Gelegenheit wurde die Internetverbindung aufgerüstet. Momentan sind noch etwaige Fördergelder nicht abgerufen, von denen noch weitere Geräte angeschafft werden können.

Der Digital-Pakt Schule in Baden-Württemberg soll die digitale Bildungsinfrastruktur der Schulen stärken. Insgesamt 5 Milliarden Euro stellt deshalb der Bund dafür in den Jahren 2019 bis 2024 zur Verfügung. Entscheidend ist, dass die digitale Technik nur in Verbindung mit guten pädagogischen Konzepten einen Mehrwert für die Schulen bringt. Mit dem Förderantrag muss deshalb von jeder Schule ein Medienentwicklungsplan (MEP) vorgelegt werden. Dabei unterstützt das Kreismedienzentrum.

Die Realschule hat Mitte dieses Jahres den MEP fertiggestellt, die Grundschule hat damit noch nicht begonnen. Nach Schülerzahlen erfolgt die Verteilung der Mittel. Auf die Gemeinde Bisingen entfallen insgesamt knapp 240 000 Euro, die wiederum beliebig auf die Schulen verteilt werden können. Die finanziellen Mittel können bis Ende April 2022 abgerufen werden.

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