Der TuS Ergenzingen (in blau) war gegen Nehren nach einer Stunde eingebrochen. Quelle: Unbekannt

Erneut eine deftige Heimniederlage kassierte Schlusslicht TuS Ergenzingen gegen den selbst im hinteren Tabellendrittel stehenden SV Nehren.

TuS Ergenzingen - SV Nehren 1:5 (0:0) - Dabei hielt man knapp eine Stunde das torlose Remis, ehe es mit einem Elfmetertor und dem damit verbundenen Platzverweis für Kapitän Robin Hebold mit vier Treffern in 20 Minuten faustdick über die Gastgeber hereinbrach.

Die Begegnung begann mit leichten Feldvorteilen der Gäste, ohne dass zunächst Chancen zu vermelden waren. Nehren blieb weiter am Drücker, während die Sattler-Elf gelegentliche Konter startete, die aber ungenau zu Ende gespielt wurden. Torschüsse von Nehrens Leon Mohl und TuS-Spieler Simon Walser waren noch kleine Aufreger bis zum Wechsel.

Platzverweis führt zu Einbruch

Nach Wiederbeginn schienen die Platzherren bei strömenden Regen aufs Tempo zu drücken. Diese Phase wurde aber nach knapp einer Stunde jäh gebremst. Nachdem Robin Hebold noch eine glasklare Kopfballchance liegen ließ, senste er im eigenen Strafraum Raphael Nil um, die Folge war Strafstoß und Platzverweis für den schon mit Gelb verwarnten TuS-Kapitän. Benedikt Rammeiser verwandelte sicher.

Als dann noch drei Minuten später ein Strich von Maximilian Ott aus gut 20 Metern von der Torunterkante im Netz landete, war der Widerstand des Schlusslichts vollends gebrochen. Beim 0:3 halfen Silas Leber und Keeper Bader kräftig mit, als eine Flanke von fast der Grundlinie im eigenen Tor landete.

Die Gäste spielten sich immer wieder leicht durch und konnten verkraften, dass Benedikt Rammeiser mit seinem zweiten Elfmeter, von Nico Klink verursacht, an Felix Bader scheiterte. Dies übernahm dann Marco Binder, der schon eine Minute später zum 0:4 einschob. Zwar konnte wiederum eine Zeigerumdrehung danach Marian Ade etwas Ergebniskosmetik betreiben, doch der eingewechselte Routinier und Co-Trainer Pedro Keppler zimmerte mit dem Schlusspfiff einen Freistoß rechts an der Mauer vorbei zum Endstand in die Maschen.

Trainerstimmen

Michael Sattler (TuS Ergenzingen): "Was soll ich sagen, ich möchte der Elf das Engagement nicht absprechen, trotzdem fehlte es an Vielem. Oft waren wir zu weit vom Gegner weg, spielten unsauber und fanden die falschen Lösungen. Das 0:1 zusammen mit dem Platzverweis war entscheidend, dann geht halt typischerweise auch ein Schuss von der Unterkante rein. Danach hatten die Gäste Räume ohne Ende."

Markus Leuthe (SV Nehren): "Unser Ziel war es die Ergenzinger nicht spielen zu lassen, das ist voll aufgegangen. Nach dem 0:1 haben wir gegen zu tief stehende Gastgeber folgerichtig das 0:2 nachgelegt, danach war es relativ einfach. Wenn mich etwas ein bisschen ärgert, war es das unnötige Gegentor."

Aufstellung

TuS Ergenzingen: Felix Bader, Oliver Ignacz, Robin Hebold, Simon Walser (59. Nico Klink), Ruben Cinar, Marian Ade, Tobias Tauber (60. Lennart Weipert), Jascha Fauss (80. Daniel Amann), Silas Leber, Nico Bogensperger,

SV Nehren: Michael Geiger, Silas Rempfer, Jonas Eidher, Marco Binder, Benedikt Rammeiser, Benjamin Schindler (70. Florian Weiß), Maximilian Ott (84. Stefan Mader), Benjamin Plangger, Frederik Mohr, Raphael Nil (75. Pedro Keppier), Leon Mohl (75. Marvin Steimle)

Tore

0:1 (58.) B. Rammeiser, 0:2 (61. ) M. Ott, 0:3 (72.) S. Leber ET, 0:4 (77.) M. Binder, 1:4 (78.) M. Ade, 1:5 (90+3) P. Keppler,

Schiedsrichter: Julian Kiefer, Andreas Ritter, Timo Graf

Zuschauer: 120

Besondere Vorkommnisse: gelb-rote Karte (58.) R. Hebold (TuS Ergenzingen)