Hinter dem Schiefererlebnis ist eine der Flächen, auf denen eine Photovoltaik-Anlage entstehen soll. Foto: Volker Schweizer

Hinter das Schiefererlebnis und in Richtung Erzingen auf einer Fläche von 13 Hektar sollen Freiflächen-Photovoltaikanlagen kommen, dieser Solarpark solle „Fels“ heißen.

Noch ist alles Zukunftsmusik, denn die Mühlen der Bürokratie mahlen bekanntlich langsam. Dormettingen will aber, und das wurde nicht erst in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich, seinen Beitrag zur Energiewende leisten.

 

Bereits im Februar hatte sich das Gremium mit dem Teilregionalplan Wind und Solar beschäftigt. Dabei wurde bedauert, dass die Gemeinde als Standort für Windräder nicht in Frage kommt.

Die Freiflächen-Photovoltaik-Nutzung ist aber möglich, und deshalb wird es wohl in naher Zukunft zwei Solarparks in Dormettingen geben. Drei Jahre gehen aber mindestens ins Land, schätzt Bürgermeister Anton Müller, der das Thema in wieder zur Sprache brachte.

„Halde“ und „Felsen“ sind in der Planung

Wo in Zukunft im Oberen Schlichemtal gebaut wird, welche Flächen dem Gewerbe und für die Nutzung von regenerativen Energien vorbehalten sind – all das regelt der sogenannte Flächennutzungsplan, den Schömberg und die Mitgliedsgemeinden drum herum auf den neuesten Stand bringen. „Fortschreibung“ heißt es im Bürokratendeutsch.

Damit beauftragt ist das Balinger Büro Fritz und Grossmann. Stephan Kemka, ein Kenner des Verwaltungsverbandes, tourt gerade durch alle Gemeinden, um die jeweiligen Vorhaben vorzustellen. Ist er durch, tagt die Verbandsversammlung, danach gehen die Pläne durch sämtliche Behörden, die dafür ihr Plazet geben müssen.

Und das braucht natürlich Zeit – viel Zeit. Was ist in Dormettingen vorgesehen? So einiges, denn die beiden Flächen, auf denen Photovoltaikflächen kommen sollen, umfassen rund 25 Hektar.

Eine davon ist der Acker hinter dem Schiefererlebnis, im westlichen Bereich des Freizeitparks. Dort soll der Solarpark „Felsen“ entstehen. Das Gebiet an der Gemarkungsgrenze zu Erzingen oberhalb der Bahnlinie eignet sich ebenfalls. Es misst rund 9,2 Hektar und heißt „Halde“. Diesen Namen bekommt dann auch der zweite Solarpark.

Der Bürgermeister sprach von „richtungweisenden Entscheidungen“. Wenn es nach Alfons Scherer ginge, könnten in der „Öden Flusslandschaft“, die zum Schiefererlebnis gehört, ebenfalls Photovoltaikanlagen aufgestellt werden – was aber nicht möglich ist, wie Anton Müller einschränkte. Das ehemalige Abbaugebiet liegt bereits auf der Gemarkung von Dotternhausen.

In der Flusslandschaft dürfen keine Photovoltaikanlagen aufgestellt werden

Im „neuen“ Flächennutzungsplan werden auch relevante Veränderungen in den jeweiligen Kommunen korrigiert. So ist in Dormettingen der Sportplatz „Am See“ nicht mehr enthalten, auch nicht die Post, die mal in der „Alten Schule“ in der Inneren Dorfstraße beheimatet war, und der ehemalige Kindergarten im Kindergartenweg.