An dem Unfall waren mehrere Fahrzeuge beteiligt. Foto: Zepf

Ein 63-jähriger Mann hat Ende Februar bei einem Unfall auf der A81 sein Leben verloren. Seither wird nach dem verursachenden Sattelzugfahrer gefahndet. Inzwischen hat die Polizei konkrete Hinweise, wie wir auf Nachfrage erfahren.

Keine Chance hatte das Opfer des schrecklichen Verkehrsunfalls, der sich am 25. Februar auf der A81 nahe Villingendorf ereignete. Der 63-Jährige verstarb noch an der Unfallstelle.

 

Laut Angaben der Polizei war eine 24-jährige Fahrerin in einem Seat auf der linken Fahrspur in Richtung Stuttgart unterwegs gewesen, als plötzlich ein Sattelzug mit blauer Plane neben ihr auf ihre Fahrbahn herauszog. Der Lkw streifte den Seat, der prallte gegen die Mittelschutzleitplanke. Die 24-Jährige fuhr dann auf den Seitenstreifen.

63-Jähriger weicht noch aus

Währenddessen wich ein 63-Jähriger mit einem Alfa-Romeo nach rechts aus und bremste seinen Wagen stark ab. Ein hinter ihm fahrenden VW-Transporter eines 27-Jährigen prallte daraufhin beinahe ungebremst in das Heck des Alfa-Romeos. Der 63-jährige Fahrer erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Fahrer und Beifahrer des Transporters wurden schwer verletzt.

Acht Hinweise gehen ein

Die Polizei fahndete daraufhin nach dem Sattelzug, der seine Fahrt einfach fortgesetzt hatte. Wie wir auf Nachfrage erfahren, war der öffentliche Aufruf, Hinweise an die Polizei zu melden, von Erfolg. Ein Polizeisprecher des Präsidiums Konstanz erklärt: „Beim Verkehrsdienst gingen insgesamt acht Hinweise ein, von welchem sich ein konkreter Tatverdacht gegen eine ausländische Spedition richtet. Die derzeitigen Ermittlungen zum Fahrzeuglenker der ausländischen Sattelzugkombination dauern an.“

Spur führt nach Italien

Auf Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft Rottweil erfahren wir dazu Näheres. Demnach führt die Spur zu einem Fahrzeug einer Spedition in Italien. Über die Rechtshilfe fänden nun weitere Ermittlungen der Polizei in Italien vor Ort statt, wie Robin Schray von der Staatsanwaltschaft Rottweil erklärt. Es geht hier um eventuelle Spuren am Fahrzeug und letztlich natürlich auch um den Fahrer.

Aufgrund der mehreren beteiligten Fahrzeuge am Unfall und der Ermittlungen im Ausland samt der jeweils nötigen Übersetzung sei der Aufwand in diesem Fall entsprechend groß. Mit einem Ergebnis wird es also noch etwas dauern.