Noch immer steigen am Freitagmorgen einzelne Rauchschwaden aus dem abgebrannten Gebäude empor. Foto: Helen Moser

Am Tag nach dem verheerenden Brand auf einem Uracher Hof sind die Spuren der Verwüstung noch mehr als deutlich. Mit großem Einsatz wurde Schlimmeres verhindert – und man konnte sogar mehr Tiere aus dem Stall retten als zunächst angenommen.

Wo am frühen Donnerstagmorgen ein Brand ein Großaufgebot der Feuerwehr auf den Plan gerufen hatte, ist es am Freitagmorgen, gut 24 Stunden, nachdem der Hauptteil der Feuersbrunst gelöscht werden konnte, ruhig. Ein verkohlter Geruch liegt rund um den landwirtschaftlichen Hof in der Streichenbachstraße in Urach in der Luft. Aus den Überresten des abgebranntes Wohnhauses mit angrenzendem Stall steigen noch vereinzelte Rauchschwaden auf. Die Bewohner des Hofs konnten im Ort unterkommen.

 

Einige Feuerwehrleute sind am Freitagmorgen hingegen noch vor Ort. Sie halten Brandwache, wie Ralf Heizmann, Gesamtkommandant der Vöhrenbacher Feuerwehr, im Gespräch mit unserer Redaktion erläutert. Auch Aufräumarbeiten laufen am Vormittag noch, nachdem der größte Teil der Löscharbeiten bereits am Morgen des Vortags verrichtet werden konnte.

„Keine Chance“

Bis etwa 9 Uhr, erklärt Polizei-Pressesprecher Jörg-Dieter Kluge, hatten diese angedauert, nachdem die Feuerwehr gegen 6 Uhr alarmiert worden war. Schon bei der Anfahrt zur Brandstelle habe er einen weiteren Löschzug aus Furtwangen nachalarmiert, berichtet Heizmann.

Vor Ort lag der Schwerpunkt der Feuerwehr darauf, die umliegenden Gebäude – in unmittelbarer Nähe des abgebrannten Hauses befindet sich noch ein Geräteschuppen sowie ein weiteres Wohnhaus – vor einem Übergreifen der Flammen zu bewahren. Vom brennenden Haus selbst konnten die Einsatzkräfte kaum mehr etwas retten. Dessen Dach stand beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand. „Da hatten wir keine Chance.“

Sogar 50 Tiere gerettet

Unter den gegebenen Umständen kann Heizmann das Ergebnis des Einsatzes positiv sehen: Es gab keine Verletzten, die Tiere, die umliegenden Gebäude wurden nicht beschädigt und die im Stall untergebracht waren konnten allesamt gerettet werden. Ganze 50 Tiere, korrigiert Heizmann die Angabe vom Donnerstag, konnten aus dem Stall geborgen werden.

Rund 500 000 Euro Schaden

Die Schadenssumme ist jedoch enorm: Auf rund eine halbe Million schätzt die Polizei diese aktuell, bestätigt Pressesprecher Kluge. Weiter ist unklar, wieso der Brand ausbrach. Die Polizei ermittelt – Ergebnisse sind Kluge zufolge aber frühestens in der kommenden Woche zu erwarten.

Auch wo der Brand entstanden ist, kann der Polizei-Pressesprecher noch nicht sagen. „Man mutmaßt, dass das Feuer im Dach ausgebrochen ist“, sagt Kluge, sicher sei das aber nicht. Klar ist hingegen dass der obere Teil des Gebäudes zuerst gebrannt hat. Das Feuer habe sich definitiv nicht von unten nach oben ausgebreitet, meint Kluge.