Einen Tag vor Heiligabend verlor ein Senior bei einem Brand in Trossingen sein Leben. Die Ermittlungen zur Ursache sind mittlerweile abgeschlossen. Warum dennoch Fragen offen bleiben.
Ein tragischer Brand erschütterte am 23. Dezember Trossingen: In der Straße „Am Tal“ wurde mitten in der Nacht ein Feuer gemeldet. Die Feuerwehr war zwar schnell vor Ort, doch retten konnte sie den Hausbewohner nicht mehr.
Die anfängliche Rauchentwicklung im ersten Obergeschoss entwickelte sich rasch zu einem großen Brand. Ein glücklicherweise vorhandener Schlüssel ermöglichte es der Feuerwehr zwar, schnell in das Gebäude vorzudringen – im Rahmen der Löscharbeiten entdeckten die Einsatzkräfte dann aber den leblosen Körper eines Mannes.
Es handelte sich dabei, wie die Polizei nach mehreren Stunden bekanntgab, um den 79-jährigen Bewohner des Hauses. Ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Er lebte allein in dem Gebäude.
Unterdessen benötigte die Feuerwehr, die von Kameraden aus Spaichingen unterstützt wurde, mehrere Stunden, um das Feuer vollständig zu löschen. Das lag insbesondere an der alten Bauweise des Hauses. Vor allem die mit Spreu gefüllten Zwischendecken boten ideale Nahrung für Glutnester, die alle aufwendig abgelöscht werden mussten.
Konkrete Brandursache nicht geklärt
Da die Brandursache anfänglich völlig offen war und deshalb auch eine mögliche Straftat im Raum stand, schaltete sich zunächst die Staatsanwaltschaft in die Ermittlungen ein. Mittlerweile sind die polizeilichen Untersuchungen zu dem Brand abgeschlossen, erklärt Polizeisprecher Fabian Herkommer auf Anfrage unserer Redaktion.
Doch die Ermittlungen konnten keine eindeutige Ursache zutage bringen, wie er erklärt. „Die konkrete Brandursache konnte letztlich nicht geklärt werden“, so Herkommer. Jedoch kann – nach derzeitigem Stand – ausgeschlossen werden, dass es zu einer Brandstiftung durch Dritte kam. Für eine solche „Einwirkung von außen“ gebe es demnach keine Hinweise.
Heißt: Möglich ist, dass das folgenschwere Feuer entweder durch einen technischen Defekt oder eine – möglicherweise – fahrlässige Brandstiftung des verstorbenen 79-Jährigen ausgelöst wurde. Da gegen den Mann keine Ermittlungen mehr geführt werden können, legt die Polizei den Fall zu den Akten.