Vor dem Haarschnitt braucht es einen Test. Den gibt es auch bei Friseuren. (Symbolfoto) Foto: daniharofotografo – stock.adobe.com 

Mit Änderung der Corona-Landesverordnung gibt es Erleichterungen bei Friseuren und Fußpflegern. Darauf weist die Handwerkskammer hin.

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Kreis Rottweil - Laut Bundesnotbremse mussten Kunden von Friseuren und Fußpflegern in Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 einen tagesaktuellen, negativen Covid-19-Schnelltest einer offiziellen Teststelle vorlegen, um die jeweilige Dienstleistung in Anspruch nehmen zu dürfen. Dies hatte zu Kritik in den genannten Branchen geführt.

Mit Änderung der Landesverordnung, die am Montag in Kraft trat, gebe es wesentliche Erleichterungen. Unter anderem reichten nun auch im Salon unter Aufsicht durchgeführte Laientests für den Friseur- oder Fußpflegebesuch aus. Der Betrieb fülle dann eine entsprechende Bescheinigung über das negative Testergebnis aus, die der Kunde innerhalb der nächsten 24 Stunden auch für andere Einrichtungen oder Dienstleistungen mit Testerfordernis nutzen könne.

"Wir haben gemeinsam mit unserem Landesdachverband BWHT in Stuttgart massiv auf einen erleichterten Prozess im Sinne unserer Betriebe hingewirkt. Unsere konstruktive Kritik wurde nun erhört", sagt Georg Hiltner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz und Mitglied einer Task Force, die regelmäßig das Gespräch mit dem Sozialministerium sucht.

Vor allem für den Friseurbesuch im ländlichen Raum sei die neue Regelung ein Meilenstein in Richtung Normalität. "Unsere Friseure können wieder aufatmen", freut sich Handwerkskammerpräsident Werner Rottler. In vielen kleineren Orten habe es nur begrenzt Testmöglichkeiten in offiziellen Teststellen gegeben. Das habe dazu geführt, dass Kunden zum Leidwesen der Friseure ihren Termin absagten. "Mit den neuen Regelungen zeigt die Landesregierung, dass sie den Dienstleistern des Handwerks einen verantwortungsvollen Umgang mit ihren Kunden zutraut. Und das zu Recht, schließlich handelt es sich hier um Berufsgruppen, die durch ihre Ausbildung mit dem Thema Hygiene ohnehin bestens vertraut sind", so Rottler.

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