Immer den Pfeilen nach – die Schilder weisen den Weg durch den Wald.  Foto: Moser

An Spielstationen den Wald, seine Bewohner und Eigenheiten kennenlernen – noch

An Spielstationen den Wald, seine Bewohner und Eigenheiten kennenlernen – noch für kurze Zeit ist das in Peterzell möglich. Denn hier hat der evangelische Kindergarten ­"Pusteblume" einen Erlebnispfad durch den Wald eingerichtet.

St. Georgen-Peterzell. Wie groß kann ein Ameisenbau werden? Bekommt der Specht vom vielen Hämmern gegen den Baumstamm eigentlich Kopfweh? Und was gibt es eigentlich im Wald so alles zu hören, wenn man einmal wirklich still ist? All diese und weitere Fragen beantwortet der Erlebnispfad, den der evangelische Kindergarten "Pusteblume" im Wald bei Peterzell eingerichtet hat, an insgesamt 14 Stationen. Dabei können Kinder und auch ganze Familien nicht nur allerlei Interessantes über den heimischen Wald lernen, sondern sich beispielsweise auch im Weitspringen mit Hase, Frosch, Eichhörnchen und Fuchs messen.

Die Idee ist den Verantwortlichen noch vor den Sommerferien aufgrund der Corona-Pandemie gekommen, wie Kindergartenleiterin Dagmar Bresinski mitteilt. Denn damals konnten "viele Feste und gemeinsame Aktivitäten im evangelischen Kindergarten ›Pusteblume‹ in Peterzell entweder gar nicht oder nur im kleinen Rahmen stattfinden". Gewissermaßen als Ersatz gestalteten die Erzieherinnen in Absprache mit Förster Thomas Leser und den Waldbesitzern einen Familienpfad, bei dem am Wegesrand immer wieder kleine Stationen bewältigt werden können.

Noch bis 13. September

Wer den Wanderweg besuchen will, muss von Ausgangspunkt aus lediglich den Pfeilen folgen, die einen in die richtige Richtung weisen. Der Erlebnispfad startet am Spielplatz im Bärlochtal, von wo aus die Besucher nach rechts auf einen recht steilen Waldweg abbiegen müssen. Nach gut 150 Metern mündet dieser in einen breiteren Waldweg, den Lockackerweg. Hier biegen die Besucher nach links auf den breiteren Waldweg ein, dem man im Anschluss gut einen Kilometer folgen muss. Bereits nach wenigen hundert Metern wartet am Rand des Wegs dann die erste Station.

Weitere folgen, bis sich der Wald schließlich lichtet und die Besucher an eine Kreuzung am Waldrand kommen. Hier biegt man nach links ab und geht auf einem Schotterweg am Waldrand entlang. Die Möglichkeit für eine kurze Rast bietet eine Bank, die nach rund 300 Metern auf dem Weg am Waldrand direkt an einer Kreuzung steht. An eben dieser Kreuzung – unmittelbar nach der Bank – biegt man nach links ab und kommt erneut auf einen Waldweg. Nun heißt es nur noch geradeaus – und natürlich die Augen nach weiteren Stationen offenhalten – bis der Waldweg schließlich in die Lochackerstraße mündet. Hier endet der Erlebnispfad.

"Die Mitarbeitenden im Kindergarten haben so viele positive Rückmeldungen bekommen, und der Erlebniswanderweg ist herrlich bespielt worden. Kein Vandalismus, nur glückliche Kinder und Eltern", resümiert Bresinski. Da die Stationen nach wie vor in gutem Zustand seien, habe man sich deshalb beschlossen, Interessierten noch bis 13. September die Möglichkeit zu bieten, auf dem Erlebnispfad durch den Wald unterwegs zu sein. "Es ist auf jeden Fall eine tolle Idee, um mit seinen Kindern einen schönen Tag im Wald zu verbringen", ist Bresinski überzeugt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: