Freuen sich über das Jubiläum der Erlacher Höhe in Freudenstadt (von links): Sebastian Mutz (Villa Sonnenheim), Wolfgang Sartorius und Wolfgang Günther. Foto: Waltraud Günther

Mit einem fröhlichen und bunten Fest in der und rund um die Stadtkirche feierte die Erlacher Höhe in Freudenstadt ihr Jubiläum. Sie ist seit 30 Jahren in der Stadt aktiv, um Menschen in sozialen Notlagen zur Seite zu stehen.

Sowohl beim Festgottesdienst in der Stadtkirche als auch beim anschließenden ausgelassenen Fest im Freien stand die wertvolle diakonische Arbeit, die seit drei Jahrzehnten in Freudenstadt von der Erlacher Höhe in vielfältigen Aufgabenfeldern geleistet wird, im Mittelpunkt.

 

Angefangen hatte alles im Jahr 1994 mit einer kleinen Fachberatungsstelle und einem Aufnahmeheim „Im Georgsstollen“. Heute erstrecken sich die zahlreichen Einrichtungen der Erlacher Höhe, die Hilfe für Menschen in erschwerten Lebenslagen anbieten, auf den gesamten Landkreis.

Wer mehr über die Arbeit der Erlacher Höhe wissen wollte, konnte sich am Infostand vor der Stadtkirche informieren. Vor allem aber verdeutlichten die mal schwungvoll, mal besinnlich vorgetragenen Lieder das Hauptanliegen der Erlacher Höhe: Menschen Zuflucht, Hilfe und Trost anzubieten. Wohlklingend ertönten da Lieder mit Aussagen wie „Es gibt Gerechtigkeit für alle“ oder „Lasst uns eine helfende Hand reichen“.

Füllhorn schöner Lieder

Ein Füllhorn schöner Melodien hatte auch der von Constanze Emele geleitete Chor „Allegro“ im Gepäck. Emeles szenisches Spiel mit der Kernaussage „Du bist der Halt in schwierigen Zeiten“ berührte die Besucher des gut besuchten Gottesdienstes. Optimismus verbreitete auch das Musikteam der Erlacher Höhe unter der Leitung von Wolfgang Günther mit Songs wie „Lege Deine Sorgen nieder“.

Viel los war beim Jubiläumsfest der Erlacher Höhe. Foto: Waltraud Günther

Wie Günther, Abteilungsleiter der Erlacher Höhe, ausführte, habe die Erlacher Höhe in Freudenstadt in den 30 Jahren ihres Bestehens „alle Wetterlagen gemeistert“. Lisbeth Sinner, geschäftsführende Pfarrerin der Stadtkirche Freudenstadt, und Wolfgang Sartorius, Diakon und Vorstand der Erlacher Höhe, gingen auf die Bedeutung der Arbeit der Erlacher Höhe ein. So beschrieb Sinner mit ihrer Aussage „Gemeinsam stehen wir zusammen, vereinigt feiern wir“ den Festtag und das gemeinsame Anliegen und dankte für „30 Jahre Aufstehen für Recht und Gerechtigkeit“.

Chancen ungleich verteilt

Sartorius bilanzierte in seiner Predigt, dass das Leben nicht immer fair ist und verwies auf ungleiche Lebenschancen. „Es ist ein großer Unterschied, ob unsere Wiege oben auf dem Kienberg oder irgendwo in der Stadt in einem Abbruchhaus stand. Es ist nicht mein Verdienst, wo meine Wiege stand“, sagte Sartorius und sorgte damit in der gut gefüllten Stadtkirche für teils nachdenkliche, teils betroffene Mienen. Diese hellten sich aber beim anschließenden Jubiläumsfest bald wieder auf. Bot da doch das „Windrädle“ ein reichhaltiges Speisenangebot, verschiedene Stände sorgten mit Hüpfburg, Kinderschminken und Glücksrad für Kurzweil. Musikalische Unterhaltung der Extraklasse boten Marianne Martin mit dem „Trio de Janeiro“ und die Manfred Rohrer Band.

Auftritte von Tanzgruppen

Dazwischen begeisterten die Tanzgruppen der „Crazy Berries“, der „Sweet Berries“ und der „Wild Berries“ die Festbesucher. Wer wollte, konnte sich zudem bei den Mitarbeitern mit dem auf ihren T-Shirts aufgedruckten Leitspruch „Aktiv für: Menschen.Leben.Würde“ über die Arbeit der Erlacher Höhe Freudenstadt informieren lassen.