Drei schwerwiegende Todesfälle musste der Gesprächskreises Ehemalige Synagoge in diesem Frühjahr hinnehmen. Den Toten wurde in der Hauptversammlung ehrend gedacht.
Mit Gisela Schumayer
aus Bad Imnau ist im März die stellvertretende Vorsitzende gestorben, sie hatte den Verein 2017 und 2018 kommissarisch geleitet. Es war ihr ein großes Anliegen, die Erinnerung an die jüdische Geschichte Haigerlochs voranzubringen.
Kurz vor ihr starb Robert Frank
aus Weildorf, ein Mann „der ersten Stunde“, wie der Vereinsvorsitzende Helmut Opferkuch bemerkte und seit der Gründung des Gesprächskreises 1988 dabei. Vor allem in den 1990er Jahren hat Frank viel zur jüdischen Geschichte Haigerlochs geforscht.
Der dritte Todesfall
war der von Brigitte Gabeli aus Trillfingen, die ihren 2018 verstorbenen Mann Helmut in dessen Arbeit für den Gesprächskreis sehr unterstützt hatte. „Sie hinterlassen eine große Lücke“, meinte Helmut Opferkuch. „Alle drei haben auf ihre Weise deutliche Spuren hinterlassen“, pflichtete ihm Schriftführerin Mechthild Fingerle bei.
Nach der Sommerpause geht es weiter im Programm
Zwar standen
bei der Hauptversammlung des Gesprächskreises lediglich die Entlastung der Vorstandschaft an, weil es erst 2026 wieder regulär gewählt wird, zwei personelle Veränderung gab es aber doch: der neu zum Gesprächskreis hinzugestoßene 66-jährige ehemalige Sonderschullehrer Johannes Schwörzer aus Tübingen übernimmt kommissarisch das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden übernommen. Er übt es nun bis zu den Wahlen im nächsten Jahr aus.
Da Hermann-Joseph Speier aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Kassenprüfer niederlegte, wurde Günther Fessmann zu seinem Nachfolger gewählt. Helmut Opferkuch überreichte Speier zum Dank für seine Arbeit das Buch „Erinnerung an die Haigerlocher Juden“.
Schriftführer
Konzerte, Führungen, Filme
n Mechthild Fingerle berichtet danach über Veranstaltungen, die 2024 und in diesem Jahr stattgefundenen Veranstaltungen vortrug, hatte eine beachtliche Länge. Es gab Führungen, der Gedenkstättenverbund Neckar-Alb besuchte Haigerloch, der Europäische Tag der jüdischen Kultur wurde gefeiert, die Gedenkfeier zur Reichspogromnacht begangen, es gab zwei Filmvorführungen, eine Lesung mit Gymnasiasten, ein Lese-Konzert („Komm näher Friede“) und die Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen der Dauerausstellung im Juni.
In diesem Tempo
geht’s nach der Sommerpause weiter. Am Sonntag, 7. September ist der nächste Europäische Tag der jüdischen Kultur mit einer Führung ab 14 Uhr, danach wird in der Synagoge der Spielfilm „One Life“ in der Synagoge gezeigt. Am Sonntag, 28. September, findet unter dem Titel „Lebensabendrot“ eine szenische Darbietung der Gebrüder Klaus und Hans-Paul Möller mit Liedern und Texten statt. Am Sonntag, 9. November, folgt die Gedenkfeier zur Reichspogromnacht. Auch ein Klezmerabend mit der Band „Oygnblick“ um den Hechinger Ethnologen Alfred Kunze steht an, der Termin dafür steht aber noch nicht fest.