Die beliebte Modellbahn, auf der ein Nachbau des „Entenköpfers“ durch die akkurat nachgebaute Lahrer Innenstadt tuckert, wird ab November wieder im Stadtmuseum gezeigt.
Das Stadtmuseum ist derzeit auf der Suche nach engagierten Ehrenamtlichen, die das historische „Bähnle“ – die detailgetreue Modellbahnanlage im Maßstab 1:32 – betreuen und sie Museumsbesuchern vorführen. Gesucht werden laut einer städtischen Pressemitteilung insbesondere Modellbauer sowie Personen mit technischem Verständnis, die beim Auf- und Abbau sowie bei der Präsentation der Anlage unterstützen möchten.
Einige Lahrer dürften sich noch bestens an das einstige „Bähnle“ erinnern: Die Schmalspurbahn der Mitteldeutschen Eisenbahngesellschaft (MEG) verband von 1894 bis 1952 das Schuttertal mit Kehl und Straßburg und fuhr dabei auch mitten durch die Lahrer Innenstadt – ein Anblick den man sich heute freilich kaum mehr vorstellen kann.
Über die Jahre sind viele Szenerien entstanden
Im Volksmund war die Bahn auch als „Entenköpfer“ bekannt – eine Bezeichnung, die durchaus ernst zu nehmen war, wie es in der städtischen Mitteilung weiter heißt. Tatsächlich wurde die Bahn im Laufe der Jahre so manch einer Ente zum Verhängnis.
Die Bahn verkehrt bekanntlich schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr. Doch eine engagierte Gruppe von Modellbauern hat das Bähnle im Maßstab 1:32 wieder auferstehen lassen. So entstanden seit den 1970er-Jahren detailgetreue Lokomotiven, Wagen, Bahnhöfe, Wohn- und Geschäftsgebäude, Straßen und Plätze sowie zahlreiche Szenerien.
30 Meter Schienen wurden auf einer Fläche von 7,20 Metern Länge und 2,50 Metern Breite verlegt. Die Anlage zeigt das Lahr der 1950er-Jahre und erlaubt einen Blick auf eine Miniaturwelt mit akkurat nachgebildeten historischen Gebäuden. Bis heute kümmern sich ehrenamtliche Modellbauer um die Erhaltung der Anlage, die zudem kontinuierlich erweitert wird, wie die Pressestelle hervorhebt.
Ab dem ersten Adventswochenende soll das Bähnle nun wieder im Lahrer Stadtmuseum in der ehemaligen Tonofenfabrik zu bestaunen sein. Damit die Bahn reibungslos ihre Runden drehen und die Anlage den Besuchern auch möglichst oft vorgeführt werden kann, sucht das Stadtmuseum noch nach Unterstützung bei der Betreuung vor Ort, wie es in der städtischen Pressemitteilung weiter heißt.
Das Stadtmuseum freut sich demnach über Freiwillige, die die Anlage mit den Modellbauern zusammen auf- und wieder abbauen sowie die Bahn den Museumsbesuchern vorführen, heißt es weiter. Der Ausstellungszeitraum erstreckt sich von Samstag, 29. November, bis Sonntag, 5. Januar. Die möglichen Einsatzzeiten werden gemeinsam festgelegt.
Alle Dampfloks haben einen Rauchgenerator
Für Modellbauer besonders interessant: Der Dinglinger Bahnhof verfügt laut Pressemitteilung über ein Drei-Schienen-Gleis, auf dem sowohl die Schmalspur-Loks der MEG als auch die Normalspur-Köf 3 der Deutschen Bahn gleichzeitig fahren können.
Die Anlage wird mit zwölf Volt Gleichstrom betrieben, viele der Loks sind beleuchtet, und alle Dampfloks besitzen einen eigenen Rauchgenerator. Gesteuert wird die Anlage über einen sogenannten Tomix-Regler. Dieser ist einem Dieselloksteuerstand nachempfunden.
Kontakt für Interessierte
Alle Interessierten können sich noch bis Sonntag, 5. Oktober, unverbindlich bei Museumsleiterin Silke Höllmüller unter Telefon 07821/9 10 04 10 oder unter E-Mail museum@lahr.de melden.