Haiterbach wird künftig nicht mehr offiziell Erholungsort sein. Foto: Thomas Fritsch

Die Stadt Haiterbach gibt das Prädikat „Erholungsort“ zurück. Das hat der Gemeinderat jetzt beschlossen.

Anfang der 1970er-Jahre wurde sowohl der Kernstadt Haiterbach als auch dem Teilort Oberschwandorf das Prädikat „Erholungsort“ verliehen. Inzwischen hat die Bedeutung des Tourismus im Stadtgebiet immer mehr abgenommen und spielt heute keine bedeutende Rolle mehr.

 

Seitens der Stadt wurde 1985 die Satzung über die Erhebung einer Kurtaxe aufgenommen, da den Gästen keine Angebote mehr gemacht werden konnten.

Regierungspräsidium evaluiert

Aktuell forderte das Regierungspräsidium Karlsruhe im Rahmen der Evaluierung dieser Prädikate die Stadt Haiterbach auf, einen Erhebungsbogen zur Überprüfung der Anerkennung als Erholungsort auszufüllen und vorzulegen.

Bürgermeister Andreas Hölzlberger überraschte dies, da der Tourismus aktuell keinen Schwerpunkt für die Stadt Haiterbach darstelle und sich aus seiner Sicht das Ausfüllen des Erhebungsbogens nicht lohne.

Gefragt wird darin nach Übernachtungszahlen, Anzahl von Hotels, Gaststätten und weiteren Beherbergungsbetrieben, Infrastrukturmaßnahmen sowie Freizeit- und Veranstaltungsangeboten.

Kann wieder beantragt werden

Die Verwaltung ist der Auffassung, dass das touristische Angebot von Haiterbach und Oberschwandorf einer Evaluierung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht standhält und schlug deshalb vor, die Prädikate zurückzugeben.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat Haiterbach in seiner jüngsten Sitzung die Rückgabe der Prädikate „Erholungsort“, um einen Entzug zu vermeiden.

Die Verwaltung wurde beauftragt, das hierzu erforderliche Rückgabeverfahren einzuleiten. „Sofern sich in diesem Bereich etwas anderes entwickelt“, so Bürgermeister Hölzlberger, „kann das Prädikat wieder beantragt werden.“