Bestattungen auf dem Friedhof in Dotternhausen werden teurer. Foto: Eyckeler

Der Gemeinderat in Dotternhausen beschließt eine Änderung der Friedhofssatzung.​

Neben all den Dienstleistungen, die über die Jahre teurer wurden oder werden, gehört mittlerweile auch die Bestattung dazu. Vor Kurzem sorgten Gebührenerhöhungen in Haigerloch für viel Aufregung. Nun stimmte der Gemeinderat in Dotternhausen ebenfalls für die von der Verwaltung veranschlagte Erhöhung – und die hat es in sich.​

 

Weder der Verwaltung noch den Gemeinderäten fiel die Entscheidung wirklich leicht. Aber angesichts klammer Kassen und der Notwendigkeit für Kommunen, Einnahmen durch Gebühren und Steuern zur Deckung der Aufwendungen zu erzielen, wurde nun beschlossen, an den Stellschrauben zu drehen. Die Entgelte für die Friedhofsdienstleistungen des Bestattungsunternehmens werden zum 1. Juli dieses Jahres erhöht. Aus den Beschlussunterlagen geht hervor, dass diese zuletzt vor fünf Jahren erhöht wurden. Nun schlägt der Bestatter um 11,7 Prozent auf.

Erhöhung um 10 Prozent

Um weiterhin eine Kostendeckung zwischen 30 und 70 Prozent erreichen zu können, steigen zum Stichtag die Bestattungs- und Nutzungsgebühren der Gemeinde – und zwar um zehn Prozent. In Zahlen drückt sich das wie folgt aus: Lag die Gebühr für eine Bestattung von Personen im Alter von acht und mehr Jahren bislang bei 1273 Euro, sind es künftig 1672 Euro. Bei der Beisetzung von Urnen springt die Zahl von 369 auf 407 Euro.

Wie diese Zahl zustande gekommen ist, wollte Gemeinderat Georg von Cotta wissen. Diese ergibt sich laut Verwaltung aus der Erhöhung seitens des Bestatters. Man wolle die Kostendeckung zwischen 30 und 70 Prozent aufrechterhalten. „Es ist schon viel Geld, was das Sterben mittlerweile kostet“, merkte Rätin Elisabeth Menholz an.

Die Erhöhung schlägt nicht so drastisch auf wie in Haigerloch. Dort wurden die Gebühren vor wenigen Wochen erhöht. Wie die Dotternhausener Einwohner diesen Schritt beurteilen, wird sich zeigen.