Über eine Anhebung der Gebühren für Hunde scheint man sich in Jungingen einig, nicht jedoch über die Höhe.
Um einen Beschluss zur Erhöhung der Hundesteuer sollte es in der jüngsten Sitzung des Junginger Gemeinderats gehen. Die Steuer blieb von 2005 bis 2021 unverändert, wurde dann angehoben. Zeit für eine weitere Anpassung – darüber war sich das Gremium einig. Nicht jedoch über die Beträge. In den zirka 600 Haushalten Jungingens sind derzeit etwas mehr als 100 Vierbeiner registriert.
Zuletzt hatten Hundebesitzer in Jungingen eine Jahresgebühr von 82 Euro pro Vierbeiner zu entrichten. In Zukunft sollen es 98 Euro sein, so lautete der Vorschlag der Verwaltung; die Zwingersteuer soll von 240 auf 300 Euro steigen und für einen „Kampfhund“ müsste man ab 2026 pro Jahr 400, statt bisher 300 Euro bezahlen.
Jagdhunde, Begleithunde, und Hunde aus dem Tierheim des Tierschutzbundes Zollernalb sind weiterhin kostenlos.
Kampfhunde: Satte Preise sollen Haltung verhindern
„Viel zu wenig“, monierte Gemeinderat Benjamin Junck, CDU. Ihn störte, dass Zweit- und Dritthunde oder gar mehr ebenfalls mit 98 Euro veranschlagt sind. Das müsse deutlich teurer werden. Pascal Merkle, Freie Wähler, stimmte dem zu.
Die Steuer für sogenannte Kampfhunde wurde ebenfalls als zu niedrig erachtet. Im Grunde, hieß es von mehreren Seiten, wolle man die doch gar nicht haben. Satte Preise sollen die Haltung verhindern.
Neue Beratung Ende November
Weitergehende Anträge mit konkreten Preisvorschlägen wurden aus den Reihen des Gremiums nicht gestellt, es kam am Ende zu keinem Ergebnis. Bürgermeister Oliver Simmendinger zog seine Vorlage zurück. In der nächsten Sitzung soll am 27. November aufgrund einer neuen Vorlage erneut beraten werden.
Zur Sprache kam dabei wiederum das Thema Hundetoiletten – die Jungingen bisher nicht besitzt. Mit einer Steuererhöhung müsse deren Bereitstellung verbunden sein, forderte auch eine Bürgerin in der Sitzung.
Simmendinger lehnte das ab. Dadurch, argumentierte er, werde das Problem der vielen Häufchen auf den Wiesen nicht gelöst. Vorbildliche Hundehalter – der größere Teil in der Gemeinde – entsorgen den Kot ihrer Vierbeiner bisher schon per Beutel bei sich zuhause.
Hundetoiletten – sinnvoll oder nicht?
Andere würden das auch dann nicht tun, selbst wenn Hundetoiletten zur Verfügung stünden, war er, der selber einen Hund besitzt, überzeugt.
Das sahen mehrere, aber nicht alle Ratsmitglieder so. Das Thema, das seit Längerem immer wieder aufbrandet, dürfte die Rätinnen und Räte auch weiterhin beschäftigen.