Dass einige Gemeinderäte die Arbeit der Städtischen Galerie in Frage stellen, ist unserer Leserin Melanie von Plocki ein Dorn im Auge. Foto: Michael Kienzler

Die geplanten Kürzungen in den Bereichen Bildung und Kultur in Villingen-Schwenningen kritisiert unsere Leserin Melanie von Plocki.

Der erklärte Kurs von Oberbürgermeister Jürgen Roth, an Großprojekten wie der Rössle-Sanierung oder dem Zentralbad festzuhalten, dafür aber der Stadt einen harten Sparkurs in den Bereichen Kultur und Bildung zu verordnen, setzt die falschen Prioritäten.

 

Eine attraktive Stadt lebt von Orten, wo sich Menschen begegnen und austauschen können. Und wo sie Kunst erleben und sich von ihr inspirieren lassen – wie zum Beispiel in der Städtischen Galerie.

Dass die CDU der Galerie in existenzgefährdender Weise die Mittel kürzen will, zeigt, dass sie die Relevanz und Arbeitsweise einer solchen Kultureinrichtung nicht begriffen hat.

Bei der Rössle-Planung wurde damit geworben, dass darin die Galerie, das Museum der Zeit und die Bibliothek mehr Raum zur Entfaltung finden werden.

Nur ein sehr teures Verwaltungsgebäude

Wenn aber kein Geld mehr dafür da ist, dieses Gebäude auch mit Inhalten und Angeboten zu füllen, dann wird das Rössle am Ende nur ein sehr, sehr teures Verwaltungsgebäude sein. Daher: Stadtleben vor Großprojekten!

Wer die Axt an Kultur und Bildung legt, sägt an dem Ast, auf dem wir alle sitzen – zumindest wenn wir weiter in einer lebendigen Stadtgesellschaft leben möchten. Und die ist der beste Schutz für unsere Demokratie.

Melanie von Plocki Villingen-Schwenningen

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