65,6 Prozent der Wahlberechtigten in Oberndorf haben ihre Stimme bei der Landtagswahl abgegeben. Foto: Bodo Schnekenburger

Oberndorf hat gewählt: CDU und AfD trennen im Gesamtergebnis lediglich 2,1 Prozentpunkte. Die FDP muss einen herben Verlust einstecken.

Wenn auch für viele der Bürgerentscheid zur Windkraft das beherrschende Thema an diesem Wahlsonntag gewesen sein dürfte: Der Blick auf das Oberndorfer Landtagswahlergebnis, insbesondere in den einzelnen Wahlbezirken, versprach manche Überraschung.

 

Wenig überraschend ist, dass die CDU mit 30,7 Prozent in Oberndorf stärkste Kraft bleibt. Sie hat im Vergleich zur Landtagswahl 2021 um sieben Prozentpunkte zugelegt. Knapp dahinter findet sich aber bereits die AfD mit 28,6 Prozent und damit 14,1 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Landtagswahl. Größer ist der Abstand zwischen CDU und AfD bei den Erststimmen (34 Prozent für Stefan Teufel gegenüber 28,2 Prozent für Emil Sänze).

Stimmen eingebüßt haben die Grünen (minus 3,6 Prozent), die damit damit bei 20 Prozent landen, während die SPD mit einem Verlust von 2,9 Prozentpunkten unter die Fünf-Prozent-Hürde rutscht (4,3 Prozent). Die FDP indes liegt bei 5,7 Prozent, fährt aber mit minus 13,6 Prozentpunkten einen schmerzhaften Verlust ein. Dass Daniel Karrais immerhin 10,3 Prozent der Erststimmen auf sich vereinigen kann, dürfte da nur ein schwacher Trost sein.

AfD auf dem Lindenhof bei mehr als 40 Prozent

Interessant sind die großen Schwankungen bei der Betrachtung der Ergebnisse in den Wahlbezirken. So erreicht die AfD ihre höchsten Werte in Lindenhof-Kapelle (41,6 Prozent) und Lindenhof-Mitte (40,1 Prozent), den niedrigsten in Beffendorf (24,3 Prozent). Im Wahlbezirk Oberstadt Realschule liegen CDU und AfD mit jeweils 31,1 Prozent gleichauf. Im Tal (Rathaus) erzielt die CDU ihren niedrigsten Wert in der Gesamtstadt: 14,7 Prozent – und wird von den Grünen (27 Prozent) überholt. Im Wahlbezirk Lindenhof Süd schneidet die CDU mit 32,7 Prozent am besten ab.

Die Wahlbeteiligung lag mit 65,6 Prozent in Oberndorf unter dem Landkreis-Schnitt (70,5 Prozent). 6406 Wähler hatten eine gültige Stimme abgegeben.