Viele Interessierte zog es auf die Lahrer Plätze. Foto: Baublies

Das Angebot in der Innenstadt zeigte sich als gute Ergänzung zum Blütensonntag. Einige Besucher kamen für die Öko-Produkte von weit her – und zeigten auch Interesse am verkaufsoffenen Sonntag.

Der erste Eindruck hat sich schnell gefestigt. Der neue Biomarkt ist eine gute Ergänzung zum etablierten Blütensonntag. Marktplatz und Sonnenplatz, wo Stände aus dem gesamten Landkreis am verkaufsoffenen Sonntag Bio-Produkte anboten, war bereits gut eine Stunde vor dem Beginn des eigentlichen Blütensonntags ordentlich besucht.

 

Das ist durchaus ungewöhnlich, da der Blütensonntag – im Gegensatz zu den verkaufsoffenen Sonntagen während der Chrysanthema – immer eine Weile benötigt, bevor der Zulauf in der Innenstadt richtig Fahrt aufnimmt. So war aufgrund des Biomarktes auch die Marktstraße bereits gegen 14 Uhr mehr als üblich frequentiert.

Stand mit veganem Essen wird geradezu belagert

Die Vielfalt der Anbieter war enorm. Stellvertretend berichtete Julian Weiss von Solawi aus Mahlberg vom „großen Interesse vieler Besucher“. Er ist auch samstags auf dem Wochenmarkt hier – und schätzt, dass etwa doppelt so viele Besucher wie an einem Samstag gekommen sind. Wohlgemerkt erklärte er das gegen 14.30 Uhr. Der Rummel des Blütensonntags dauerte zu diesem Zeitpunkt noch gut zwei bis drei Stunden an. Weiss erklärte dabei, dass samstags überwiegend Stammkunden bei ihm einkaufen – beim Biomarkt sei das nun anders gewesen. Wie alle anderen ist Weiss zufrieden.

„Hope & Wonder“ aus Altenheim unterstützt ein Projekt in Tansania. Die Sonderschullehrerin Angela Zimmermann hilft Menschen mit Behinderung in dem afrikanischen Land. Am Stand wünschte man sich zum Auftakt, dass die Hälfte der Stofftiere verkauft werden. Gegen 15 Uhr waren im Angebot bereits deutliche Lücken zu erkennen. Ein Stand, der veganes Essen anbot, wurde zu der Zeit förmlich belagert.

Martina Mundinger vom Stadtmarketing ist am Nachmittag mit der Resonanz sehr zufrieden. Es gab „viele Kunden“ und „die Stände waren gut besucht“. Sogar aus Heidelberg und Basel kamen Gäste zum Biomarkt.

Auch künftig könnte es ein Angebot dieser Art geben

Die Partnerschaft mit dem „Naturpark Schwarzwald Mitte-Nord“ und der „Bio-Musterregion Mittelbaden plus“ könnte auch künftig für ein Angebot dieser Art sorgen. Eine Auswertung soll zeitnah erfolgen.

Der andere Teil des Events in der Lahrer Innenstadt war der Blütensonntag. Dass dieser ein Renner für die Lahrer und viele Bewohner des Umlandes ist, versteht sich von selbst. Auch Michael Schmiederer, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, die den Blütensonntag veranstaltet, war am Nachmittag mit der Resonanz zufrieden. Das Wetter sei übrigens für den Blütensonntag gut gewesen – denn bei besserem Wetter sei eine Radtour sicher eine Alternative gewesen.

Tatsächlich war der Andrang vor allem in der Marktstraße vom Alten Rathaus bis zum Rathausplatz ab etwa 14 Uhr gut. Im Gegensatz zum Herbst war ein Durchkommen gegen 15 Uhr aber problemlos möglich. Geduld war dennoch überall angesagt.

Das sagen die Besucher

Wir haben am gestrigen Sonntag mit Passanten über die Angebote gesprochen. Auffallend war, dass einige aus Lahr und dem Umland im Gespräch zuerst den Blütensonntag erwähnten. Umgekehrt wussten etliche Besucher, die auf den Plätzen unterwegs waren und von weiter her gekommen sind, bisher nichts vom Blütensonntag.