Dank der stabilen Holzpreise rechnet Hornberg mit Gewinnen in seinem Forsthaushalt. Der Gemeinderat hat gleich eine Reinvestition beschlossen
Die positive Entwicklung auf dem Holzmarkt beschert der Stadt Hornberg erfreuliche Zahlen. In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch genehmigte der Rat den Natural- und Finanzplan des Stadtwaldes für das kommende Forstwirtschaftsjahr.
Veranschlagt ist ein positives Betriebsergebnis in Höhe von 131 700 Euro (Vorjahr 95 100 Euro). Revierförster Martin Flach und Maximilian Teepe vom Amt für Waldwirtschaft in Wolfach stellten die Planung vor. „Wir gehen ins Rennen mit Erträgen von 702 400 Euro für das Forstwirtschaftsjahr“, erklärte Teepe. Der Betrag setzt sich zusammen aus unter anderem Zuweisungen und Erstattung für Ausgleichsflächen.
Der Gemeinderat vergab die Arbeiten für zwei Wege im Stadtwald Hornberg
Der Holzverkauf wird mit 586 300 Euro kalkuliert. Den Erträgen stehen Aufwendungen in Höhe von 494 600 Euro gegenüber, davon 96 000 Euro für Unternehmereinsatz und Personalkosten in Höhe von 188 400 Euro. Investiert werden 79 300 Euro in den Fahrwegeneubau des „Mittlerer Steuerwandweg“, der verlängert wird.
Insgesamt ist ein Holzeinschlag von 7860 Festmeter geplant, davon 3090 Festmeter im größten Distrikt Rechte Gutachhalde. Die Holzeinschläge werden nach Einschätzung von Flach steigen: „Der Waldumbau hat einen aus vielen wärmeliebenden Baumarten aufgebauten, vielschichtigen Mischwald zum Ziel und erfordert lichtere Strukturen.“ Die Beschlussfassung des Rats erfolgte einstimmig.
Von den Mehreinnahmen vom Holzverkauf sowie des Herrichtens der Habitatsfläche im Bereich der neuen Ausgleichsfläche wird ein Durchzugsentaster mit Rutsche angeschafft. Den Zuschlag erhielt die Firma BEHA Bau- und Forsttechnik aus Steinach, die mit rund 28 100 Euro netto das günstigste Angebot abgab. Durch die Maschine wird laut Flach unter anderem die motormanuelle Entastung stark reduziert. Zudem kann während der Fäll- und Astungsarbeiten der Rücker die Rohpolter mit dem Durchzugsentaster bearbeiten und damit der Einsatz des Rückeschleppers effektiver werden. Der Beschluss des Rats zur Anschaffung des Geräts erfolgte ebenfalls einstimmig.
Zwei neue Wege im Wald
Mit der Gegenstimme von Fritz Wöhrle (FW) wurden die Arbeiten für zwei geplante Wege im Stadtwald Hornberg vergeben. Los eins betrifft die Verlängerung des unteren Steuerwandwegs, um den Waldweg für Lkws befahrbar zu machen und den Neubau eines Maschinenwegs am unteren Steuerwandweg. Die Maßnahme, die rund 84 300 Euro netto kostet, soll noch dieses Jahr umgesetzt werden.
Kommendes Jahr soll im ersten Quartal abhängig von der Witterung mit Los zwei der mittlere Steuerwandweg mit Kosten in Höhe von rund 80 300 Euro netto in Angriff genommen werden. Den Zuschlag für beide Wege erhielt das örtliche Forstunternehmen Klaus Dold.
Wanderweg soll ersetzt werden
Vor der Beschlussfassung hatte Wöhrle (FW) sein Bedauern darüber ausgedrückt, dass traditionelle Wanderwege zunehmend durchkreuzt werden vom Wegebau und er den Vorhaben deshalb nicht zustimmen könne.
Flach betonte, dass nach Alternativtrassen gesucht worden sei, doch erfolglos. Bürgermeister Marc Winzer ergänzte, dass der Wanderweg ersetzt werden soll, dies jedoch Zeit in Anspruch nehme.
Natur- und Finanzplan 2026
Naturalplan 2026 Stadtwald Hornberg:Holzeinschlag 7860 Festmeter, Kultursicherung 1,3 Hektar, Wildschutz 7,2 Hektar, Jungbestandspflege acht Hektar, Astung Tanne auf fünf Meter Höhe 300 Stück, Fahrwegeneubau Verlängerung Mittlerer Steuerwandweg 1150 Meter.
Finanzplan 2026 Stadtwald Hornberg: Erträge 702 400 Euro, Jagdpacht 3200 Euro, Aufwendungen inklusive Investitionen 573 900 Euro, Betriebsergebnis 131 700 Euro.