Hat ihr Erfolgsrezept gefunden: Donna Leon Foto: dpa/Sebastian Willnow

Am 28. September feiert die US-amerikanische Autorin in ihrer Schweizer Wahlheimat ihren 80. Geburtstag. Ihre Romane rund um den venezianischen Kommissar Brunetti wurden Welterfolge – auch als Verfilmung. Warum?

Wenn das nicht Schicksal ist: Eigentlich wollte Donna Leon als Literaturwissenschaftlerin an der Universität Karriere machen. Dann verlor die viel reisende US-Amerikanerin auf der Flucht vor der iranischen Revolution 1979 sämtliche Vorarbeiten und Notizen für ihre Dissertation über Jane Austen. Und bei einem Besuch im venezianischen Opernhaus La Fenice stieß die opernbegeisterte Leon dann auf einen Stoff, der sie reizte. Ein Dirigent wird ermordet. „Venezianisches Finale“ wurde 1992 ihr Romandebüt, das bereits alles enthält, was auch ihre weiteren dreißig Krimis auszeichnet: einen grundsympathischen Kommissar, eine menschelnde Polizeiwache mit einem eitlen Chef, einem katzbuckelnd-dümmlichen Polizisten und einem klugen Polizisten. Dazu eine Kulisse, wie sie eindrucksvoller nicht sein könnte: die Stadt Venedig mit ihren Kanälen und dem morbiden Charme alter Gebäude. Näher als in La Serenissima sind sich Leben und Tod nirgends, und deshalb enden Leons Romane auch irgendwie immer versöhnlich.

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