Die starke vierte Reihe der Wild Wings war für zwei Treffer verantwortlich: Daniel Pfaffengut beglückwünscht 4:0-Torschütze David Cerny (hinten). Foto: Sigwart

Eishockey: Effektive Wild Wings schlagen Südgruppen-Schlusslicht Nürnberg mit 4:1.

Erleichterung in Schwenningen! Mit dem 4:1-Pflichtsieg gegen DEL-Südgruppen-Schlusslicht Nürnberg kehrten die Wild Wings am Sonntag nach drei Niederlagen in die Erfolgsspur zurück.

Nach dem dritten Erfolg im dritten Saisonspiel gegen die Ice Tigers verbesserten sich die Schwenninger nach Punkten wieder auf den wichtigen vierten Platz.

"Wir wollen zurück zu alter Stärke"

Beim Comeback der Verteidiger Benedikt Brückner und Dylan Yeo sowie der Stürmer Tyson Spink und Travis Turnbull waren aber auch schwer erkrankte Kinder und Jugendliche der Katharinenhöhe die Gewinner. Der komplette Erlös der "We stick together"-Einzeltickets vom Nürnberg-Heimspiel ging an die Furtwanger Reha-Klinik.

"Wir wollen zurück zu alter Stärke", wusste vor dem 16. Saisonspiel auch Sportdirektor Christof Kreutzer, dass für die Schwenninger gegen die abgeschlagenen Ice Tigers im Kampf um die Play-offs nur ein Dreier zählte. Emil Kristensen (Oberkörperverletzung im Training, könnte länger ausfallen) konnte dabei allerdings nicht helfen.

7:3 Torschüsse für den Tabellenletzten nach zehn Minuten: Schwenningens Goalie Joacim Eriksson war am Fasnetssonntag schnell warm. Lohn der folgenden Leistungssteigerung der Wild Wings war das 1:0 von Troy Bourke (12.). Bullygewinn (Jamie MacQueen) – Pass (Christopher Fischer) – Powerplay-Tor (Kapitän Travis Turnbull/17.): Eishockey kann so einfach sein. "Das war eine super Vorlage", lobte in der ersten Pause der 2:0-Torschütze den Verteidiger. Die Anfangsphase des zweiten Drittels gehörte wieder den Ice Tigers. Doch auch dieses Mal – nun in Person des von Marius Möchel perfekt "angeschossenen" Maximilian Hadraschek (29.) – hatten einfach viel effektivere Wild Wings eine passende Antwort parat. Während also Ice-Tigers-Goalie Niklas Treutle zur "Halbzeit" jeden fünften Torschuss der Schwenninger aus dem Netz gefischt hatte, notierten die Statistiker für Joacim Eriksson gleichzeitig schon 23 Paraden. Der starke Torwart freute sich dann riesig, dass sich nach Hadraschek auch David Cerny (37.) aus der auffälligen vierten Sturmreihe in die Torschützenliste eintragen konnte. "Bei uns geht einfach nichts rein", ärgerte sich dafür der Nürnberger Marcel Kurth.

Neunte Niederlage in Folge für Nürnberg

Luke Adam (44.) sorgte mit seinem Treffer dafür, dass aus dem Frust des Ex-Schwenningers wieder leise Hoffnung wurde. Pfosten, Latte und immer wieder Eriksson: Nürnberg wollte schnell das zweite Tor. Dagegen lauerten die Wild Wings auf den wohl entscheidenden Konter. Am Ende blieb es beim 4:1-Sieg der Schwenninger, bei denen sich die Rückkehr des Quartetts positiv bemerkbar machte. "Wir haben unsere Chancen gut genutzt", nannte Maximilian Hadraschek bei Magenta Sport den weiteren Hauptgrund für den Dreier.

"Wir hatten heute eine gute Balance. Es war wichtig, dass wir wieder mit vier Sturmreihen und sieben Verteidigern spielen konnten. Das waren sehr wichtige Punkte", freute sich der Schwenninger Coach Niklas Sundblad. Der Nürnberger Trainer Frank Fischöder ärgerte sich dagegen nach der neunten Niederlage in Folge: "Wir haben viel investiert, doch entscheidend sind eben am Ende die Tore."

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