Insgesamt 82 Dekorationen haben den Weihnachtswanderweg in Obernheim erneut zu einem Erfolg gemacht. Foto: Moser

Die inzwischen sechste Auflage des Obernheimer Weihnachtswanderwegs soll nicht die letzte gewesen sein. Initiatorin Ellen Moser zieht Bilanz.

Fast schon eine feste Tradition im Obernheimer Veranstaltungskalender ist inzwischen der Weihnachtswanderweg vom ersten Adventswochenende bis Dreikönig. Auf dem fast vier Kilometer langen Rundweg haben in den vergangenen Wochen ganze 82 Dekorationen Vorfreude auf und Freude an den Weihnachtsfeiertagen bereitet.

 

Initiatorin Ellen Moser zieht im Gespräch mit unserer Redaktion eine positive Bilanz zur sechsten Auflage der Veranstaltung, die allein durch die Obernheimer Einwohnerschaft ermöglicht wird. „Wir hatten erneut Tausende Besucher“, betont Moser. Die Besucher genau zu zählen, sei aber quasi ein Ding der Unmöglichkeit.

Allein an den Auto-Kennzeichen auf dem Parkplatz beim Sportplatz sei aber festzustellen gewesen, dass die Gäste durchaus eine weite Anreise auf sich genommen haben, um sich in der rund 1500 Einwohnern großen Gemeinde auf das Fest einzustimmen. „Pforzheim, Stuttgart, Freudenstadt und Konstanz sind nur wenige Kennzeichen, die aufgefallen sind“, sagt Moser, die sich regelmäßig über einen vollen Parkplatz freute.

Besonders ab dem dritten Adventswochenende habe der Andrang zugenommen. Dabei half auch ein Beitrag im Radio über den sogenannten „WWW“ (Abkürzung steht für Weihnachtswanderweg). „Morgens wurden kleinen Audiobeiträge gesendet, mittags waren Massen da“, freut sich Ellen Moser, dass sich die Mühe und Vorbereitungen gelohnt haben.

Großes Glück mit dem Wetter

Großes Glück hatten die Organisatoren auch mit dem Wetter: „Wir hatten fast durchgängig blauen Himmel und Sonnenschein.“ Häufig habe zeitgleich in tieferen Lagen Nebel die Sicht verdeckt. „Das war natürlich ein weiterer Anreiz, den Weihnachtswanderweg zu besuchen.“ Viele seien auch mehrfach gekommen.

Schließlich gab es nicht nur aufwendig selbst gebastelte Dekorationen zu bewundern. Nein: Regelmäßig wurde von Vereinen mit Glühwein, Punsch und Co. bewirtet. Heraus sticht dabei der Tennisclub, dessen Anlage praktischerweise in unmittelbarer Nähe zum Parkplatz liegt. Aber auch der Musikverein hat sich unter anderem mit einem zweitägigen Weihnachtsmarkt auf dem Parkplatz beteiligt. Dazu haben der Schulförderverein und der Elternbeirat Kindergarten für das leibliche Wohl gesorgt.

Keine größeren Unfälle

Stolz ist Ellen Moser, dass sämtliche Dekorationen erneut durch private Initiativen zustande gekommen sind. Jeder habe auch den Platz für seine Dekoration selbst aussuchen dürfen. Nur kurz vor der Eröffnung hat die Initiatorin einen Rundgang gemacht und überprüft, ob die Dekorationen gleichmäßig am Weg verteilt sind.

Erfreulich zudem: Unfälle auf dem Weg habe es bis auf eine Ausnahme – und die sei trotz einem hinzugerufenen Rettungshubschrauber glimpflich ausgegangen – nicht gegeben. Intensiv diskutiert wurde vorab auch im Gemeinderat über die Streupflicht auf dem Freizeitweg. Wie beschlossen wurde am Wochenende Split gestreut; Vorkommnisse wegen Glätte habe es im Vergleich zu den Vorjahren aber auch dank des trittfesten Schnees kaum gegeben.

Und so geht die Tendenz klar dazu, den „WWW“ auch im kommenden Advent wieder zu organisieren: „Das halbe Dorf ist auf den Beinen, die Gäste freuen sich und das freut wiederum mich“, betont Moser.