Der Sportler des RSV holte im Februar die Goldmedaille im griechisch-römischen Stil in seiner Gewichtsklasse. Im Freistilringen erkämpfte er die Silbermedaille.
Felix Himmelsbach und seine Ringerkollegen machten sich mit Trainer Jan Riedl Anfang Februar frühmorgens auf den Weg Richtung Bodensee. Für den 16-Jährigen Schuttertäler stand die südbadische Meisterschaft in Radolfzell an, am Ende des Tages kehrte er als Titelträger ins Schuttertal zurück.
„Auf den Titel bin ich schon sehr stolz“, berichtet er. Dreimal habe er zuvor bei größeren Wettbewerben den zweiten Platz belegt. Diesmal sollte es mit dem ersten Platz klappen. Fünf Kämpfe bestritt er an diesem Tag. Gleich der Auftakt gegen Fedor Treise aus Appenweier wurde zur Herausforderung. Mit 7:5 setzte sich der Schuttertäler durch. „Das war der schwierigste Kampf“, erinnert er sich. Nervös sei er vor dem Start gewesen, gezweifelt habe er nicht. „Ich war überzeugt davon, eine Medaille zu gewinnen.“
Trainingsalltag ist intensiv
Nach dem Finalsieg sei „der ganze Druck abgefallen“. Den Titel des südbadischen Meisters sicherte sich Felix Himmelsbach im griechisch-römischen Stil in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm. Doch damit nicht genug: Auch im Freistilringen bewies der 16-Jährige sein sportliches Können. Dort kämpfte er sich bis ins Finale vor und holte sich als Zweiter die Silbermedaille.
Zum Ringen kam Himmelsbach bereits im Alter von fünf Jahren. „Ich bin mit Freunden ins Training gegangen“, erzählt er. Besonders geprägt haben ihn sein aktueller Trainer Riedl und sein früherer Trainer Eddy Jüngling: „Sie haben mich immer gut gepuscht.“
Der Trainingsalltag sei intensiv – und das nicht nur vor großen Wettkämpfen. Montags trainiert Himmelsbach jetzt regelmäßig im Olympiastützpunkt in Freiburg. Dienstags und donnerstags steht Mannschaftstraining in den Sporthallen Schuttertal und Dörlinbach an, mittwochs und freitags trainiert er zusätzlich im Kraftraum des Vereins. „Die gute Vorbereitung über das ganze Jahr war entscheidend“, erklärt er.
Neben dem Sport besucht Himmelsbach die zehnte Klasse eines Gymnasiums in Lahr. Nach dem Unterricht wird gegessen, gelernt, sich etwas ausgeruht und dann geht es wieder in die Halle zum Training. Mitschüler und Lehrer reagierten positiv auf seinen Erfolg. „Sie finden es klasse, dass ich nun südbadischer Meister bin.“
Während der Pandemie wandte er sich dem Fußball zu
Auch auf dem Fußballplatz ist Felix aktiv und trainiert dort einmal pro Woche im Team. Aufgrund der strengen Auflagen für Kontaktsport während der Corona-Pandemie habe er viel häufiger Fußball gespielt. „Nun fokussiere ich mich aber auf das Ringen“, sagt er. Nach den südbadischen Meisterschaften richtet sich sein Blick nun nach vorne, denn bei der deutschen Meisterschaft an diesem Wochenende in Aschaffenburg will er im Freistil antreten, einer Disziplin, die er besonders mag.
Dankbar zeigt sich der 16-Jährige gegenüber seinen Trainern sowie Trainingspartnern und seinen Eltern. „Meine Eltern haben mich im Sport immer sehr unterstützt und begleiteten mich schon zu sehr vielen Wettkämpfen“, erzählt er. Der RSV Schuttertal habe eine sehr große Bedeutung in seinem Leben, hier herrsche ein guter Zusammenhalt.
Sein Rat an junge Sportler: „Immer dranbleiben! Auch Niederlagen muss man verkraften. Mit tollen Trainern und Kollegen im Verein fällt das leichter.“ Aus dem Fünfjährigen, der einst mit Freunden in die Halle zum RSV kam, ist nun ein südbadischer Meister geworden und sein sportlicher Weg dürfte noch lange nicht zu Ende sein.
Ehrung durch Litterst
Eine besondere Ehrung erhielt der junge Sportler am vergangenen Sonntag. Im Rahmen des Frühlingsempfangs der Gemeinde wurde er für seine herausragende Leistung von Bürgermeister Matthias Litterst mit der Sport- und Kulturmedaille in Silber ausgezeichnet.