Ein Lichtstrahl erinnert an die Opfer.Foto: Auguri per Pasqua Foto: Schwarzwälder Bote

Jahrestag: Gedenken an Katastrophe in der Partnerstadt

Rottweil/L’Aquila (hf). Zum zweiten Mal wurde der Erinnerungstag an das Erdbeben in Rottweils Partnerstadt L’Aquila wegen des Covid-Notstandes nur in einer stillen Zeremonie begangen. In der Nacht zum 6. April gab es eine Messe in der Kirche Santa Maria del Suffrago am Domplatz.

Kardinal Guiseppe Petrocchi appellierte, die Erinnerung wachzuhalten: "Die Zeit heilt nicht die Wunden, und das ist auch richtig so..." Und Bürgermeister Luigi Biondi erinnerte im Hinblick auf die Pandemie: "Wie vor zwölf Jahren müssen wir wieder lernen, normal zu leben."

Es gab keinen Fackelzug, und die Bürger der Stadt stellten in der Nacht Kerzen an ihre Fenster, berichtet Ursula Aichholzer aus L’Aquila. Die Örtliche Feuerwehr entzündete am Domplatz ein Feuer und die Stadt wurde mit einem Lichtstrahl erhellt, der an die 309 Opfer erinnerte.

Ludwig Kohler, Präsident von Amici dell’Aquila, fasste in seinem Schreiben an die Freunde in L’Aquila zusammen: "Heute wären wir in normalen Zeiten zum Gedenken an den Jahrestag des verheerenden Bebens in L’Aquila versammelt. Eine andere Katastrophe hat sich mit aller Macht in den Vordergrund geschoben und bestimmt das Geschehen. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle der Opfer und der Leiden von 2009 gedenken. Auch in schweren Zeiten bleibt unsere Verbundenheit über Briefe und Telekommunikation mit den Partnerstädten lebendig."

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