Im Zollernalbkreis bebte die Erde. Foto: Oliver Berg/dpa

Wieder einmal gab es ein leichtes Erdbeben im Zollernalbkreis. Diesmal war Jungingen betroffen.

Jungingen - Einen leichten Erdstoß gab es am Heiligen Abend um 20:26 Uhr rund um Albstadt, genauer in Jungingen. Der Landeserdbebendienst Südwest (LED) meldet ein Beben der Stärke 2,6. 

 

Der LED stuft das Beben als schwaches Erdbeben ein. Unter anderem in Balingen und Bisingen war es ebenfalls zu spüren.

Zuletzt hatte die Erde im Zollernalbkreis am 29. November 2022 kaum spürbar gebebt (1,1), gut einen Monat vorher, am 16. Oktober bei Jungingen, allerdings auch deutlich stärker. Die Magnitude wurde vom LED damals mit 3,9 angegeben. Ein Beben der Stärke 4,1 wurde bei Hechingen am 9. Juli 2022 gemeldet.

Erdbeben im Zollernalbkreis sind keine Seltenheit, im Kalenderjahr 2022 waren es fast 100 Stück. Sehr oft betroffen ist die Albstadt-Scherzone, die vom Schweizer Kanton Glarus bis nach Stuttgart reicht.

Dort bewegen sich Gesteinsblöcke unterschiedlich schnell nach Norden, so dass sich die beiden Gesteinsblöcke verharken. Die Spannungen werden durch Erdbeben wieder gelöst.

Wie genau sich die Erdbeben im Zollernalbkreis abspielen, hat Martin Hensch vom Landeserdbebendienst in Freiburg für unsere Redaktion im Interview beantwortet. Der Seismologe erklärt auch, wieso ein richtig starkes Erdbeben wie 1978 irgendwann durchaus wahrscheinlich ist.

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels war Albstadt als Epizentrum des Erdbebens angegeben. Der Landeserdbebendienst Südwest hat nun Jungingen als Epizentrum bestimmt, ebenso die Stärke auf 2,6 (vorher 2,5) korrigiert, weswegen wir Albstadt im Text durch Jungingen ersetzt haben.