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Epfendorf Unwetter hinterlässt Verwüstung

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Nach dem heftigen Unwetter ist in Trichtingen Aufräumen angesagt. Foto: Danner/Bunz

Epfendorf-Trichtingen/Oberndorf-Bochingen - Die Frau ist den Tränen nahe. Gerade erst hat sie die Fassade ihres Hauses neu richten lassen – jetzt klaffen große Löcher im Putz. Nicht mal 15 Minuten reichen, um in Trichtingen ein Bild der Verwüstung zu hinterlassen. Faustgroße Hagelkörner ballern gestern Nachmittag vom Himmel, was das Zeug hält. Kaum ein Dach im Epfendorfer Teilort, das von dem Unwetter verschont bleibt. Zig Autos sind mit Decken und Plastikplanen notdürftig zugeklebt – die Scheiben sind kaputt, an den Fahrzeugen wie an den Gebäuden. Rollläden, Dachfenster, Solaranlagen – alles hin.

Bürgermeister Peter Boch, der selbst in Trichtingen wohnt und dessen Haus ebenfalls etwa abbekommen hat, hat noch ganz andere Sorgen. An allen kommunalen Gebäuden gibt es Schäden. In Schule, Kindergarten und Turnhalle steht das Wasser. Der Hagel hat die Dächer durchgeschlagen und die Oberlichter zertrümmert. Hausmeister Uli Pfau versucht sich mit Eimer und Wischmopp in der ersten Schadensbegrenzung.

Es dauert nicht lange, da rückt die Epfendorfer Gesamtwehr samt Drehleiter an und richtet im Gerätehaus einen Stützpunkt ein. Dutzende Anrufe von hilflosen Hausbesitzern gehen inzwischen hier ein. Alle Adressen werden fein säuberlich auf einer Tafel notiert, damit sie hernach systematisch abgearbeitet werden können. Inzwischen ist auch die Führungsgruppe der Feuerwehr da und koordiniert.

Zunächst nehmen sich die Wehrmänner und -frauen die größten Löcher in den Dachlandschaften vor – die kaputten Dachfenster. Hier gilt es jetzt erstmal, möglichst dicht zu machen, damit es beim nächsten Regen nicht noch mehr Schaden gibt. Danach sind die kaputten Ziegel dran, erklärt Kommandant Alexander Heim. Später kommen noch die Feuerwehren aus Bochingen und Böhringen zur Unterstützung, die Fluorn-Winzelner Kameraden stellen ihre Drehleiter zur Verfügung.

Erst vor ein paar Wochen hieß es in Trichtingen: "Ein Dorf feiert und alle feiern mit." Gestern war das Motto: Ein ganzes Dorf schafft, und alle packen mit an. Der Zusammenhalt im 900 Einwohner zählenden Ort ist enorm. Einer alten Frau hat es das ganze Dach demoliert. Wenig später stehen Familie und Freunde – auch aus den umliegenden Gemeinden – bereits auf der Leiter und helfen.

Überhaupt sind fast überall die Menschen auf den Leitern. Wer nicht am Dach arbeitet, fegt auf der Straße die Scherben zusammen.

Vor vielen Häusern parken bereits die Handwerkerautos. Elektriker klemmen Leitungen ab, weil in den Lampen unterm Dach das Wasser steht, Zimmerleute versuchen, wo es geht, die Ziegel zu ersetzen. Ein Mitarbeiter des Bauhofs ist mit dem Schaufellader unterwegs. Er räumt die Straßen von Ästen und Laub frei.

Lachen und Weinen liegen gestern nahe beieinander. Denn die Trichtinger wissen ihre Dorfgemeinschaft wohl zu schätzen. Neben all den Aufräumarbeiten bleibt Zeit für ein aufmunterndes Wort oder eine Umarmung. Und immer wieder werden jene, die es besonders hart erwischt hat, mit den Worten getröstet: "Gott sei Dank sind keine Menschenleben zu beklagen".

Schäden gibt es auch im Bochinger Gewerbegebiet zu beklagen

Zwar hat das Unwetter in Trichtingen am Schlimmsten getobt, doch auch drumherum gibt es Schäden, wie etwa in Harthausen.

Besonders betroffen ist zudem der Hagebaumarkt in Bochingen. Dort sind die Oberlichter eingeschlagen. Die Autohäuser und Dächer der Betriebe im Bochinger Gewerbegebiet hat es ebenfalls ordentlich erwischt.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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