Der "Schandfleck" in Talhausen wird bald der Vergangenheit angehören. Foto: Wagner

Haushaltsentwurf wird kontrovers diskutiert. Bei Barrierefreiheit im Rathaus herrscht Einigkeit.

Epfendorf - Der Entwurf des Haushaltsplans 2017 einschließlich der Finanzplanung für die Jahre 2016 bis 2020 stand auf der Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung.

In einer Klausurtagung Mitte November war der Haushaltsentwurf diskutiert worden, und Gemeindekämmerin Verena Ordowski hatte die erarbeiteten Änderungen in den nun vorliegenden Etat eingearbeitet.

Durch die nun noch vorgenommenen Änderungen wurde die Zuführung vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt um 61 000 Euro auf 622 500 Euro verringert.

Der Haushaltsplan wird nun mit rund 10,6 Millionen Euro festgesetzt, davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt etwa 7,6 Millionen und auf den Vermögenshaushalt knapp drei Millionen Euro.

Meinungen im Gremium gehen auseinander

In der Sitzung wurden verschiedene Positionen im Plan vom Gremium hinterfragt und diskutiert. Während alle die Notwendigkeit sahen, die Barrierefreiheit im Rathaus mit einem Kostenaufwand von 3000 Euro zu gewährleisten und auch die Sanierungsmaßnahmen an der Albblickhalle mit 17 500 Euro für unumgänglich hielten, gingen bei anderen Ausgaben die Meinungen jedoch auseinander.

Die Platzgestaltung des Geländes der ehemalige "Sonne", die 2017 und 2018 mit jeweils 50 000 Euro zu Buche schlägt, wurde lange debattiert. Letztendlich konnte sich die Mehrheit darauf einigen die Maßnahme wie geplant weiterzuführen, damit die unansehnliche Baustelle in der Ortsmitte von Talhausen endlich der Vergangenheit angehöre.

Ursula Krohn und Vera Baumbusch-Ober von der Sulzer Firma Pure Planning berichteten über den Verfahrensstand der ersten Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans "Schroten" in Trichtingen. Hier fand frühzeitig eine Bürger- und Behördenbeteiligung statt.

Die vorgetragenen Stellungnahmen enthalten keine Punkte, die zu einer Änderung der Festsetzungen führen.

Lediglich für die Stellungnahme des betroffenen Fischereibetriebs liegt das Abwägungsmaterial (Wasserrechtsverfahren) noch nicht vollständig vor, führte Ursula Krohn aus.

Zur Deckung der noch fehlenden 113 304 Ökopunkte sei eine umfangreiche Maßnahme im Gewann "St. Wolfgang" vorgesehen, die aber aktuell in Abstimmung sei, erklärte sie weiter.