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Epfendorf Rückbesinnung im Angesicht der Bedrohung

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Gebete und Schriftauslegungen sind Teil der Einkehrwoche in Trichtingen. Foto: Kirche Foto: Schwarzwälder-Bote

Epfendorf-Trichtingen. "Gregorianische Wochen" sind Einkehrtage mit den Tagzeitengebeten in der benediktinischen Tradition (Gregorianik) und mit Studieneinheiten zu kirchlichen, theologischen oder sozialen Themen. Diese Form der kirchlichen Arbeit hat sich insbesondere in der "Kirchlichen Arbeit Alpirsbach" seit den 1930er-Jahren entwickelt.

Entstanden in Alpirsbach als Rückbesinnung auf Gott und die Kirche in der Zeit der Bedrohung alles Menschlichen, hat diese Form des kirchlichen Zusammenlebens und -arbeitens nun mehr als 80 Jahre für viele Menschen im ganzen Bundesgebiet eine spirituelle Heimat und menschliche sowie geistige Orientierung geboten, heißt es in der kirchlichen Mitteilung.

Da in der evangelischen Kirchengemeinde Trichtingen nun schon seit drei Jahren wöchentlich ein gregorianisches Abendgebet gefeiert wird, scheint es nur logisch, sich auch einmal an der volleren Form zu versuchen und zu anderen Zeiten ein Gebetsangebot zu schaffen.

Doch nicht nur in der Organisationsform lehnt sich die Veranstaltung an die der "Kirchlichen Arbeit Alpirsbach" an, sondern auch in der Notengrundlage: "Die Kirchliche Arbeit Alpirsbach" unterstützt die Einkehrtage mit der Bereitstellung von Noten.

Das "Alpirsbacher Antiphonale" wurde als deutsche Gregorianik mit möglichst original mittelalterlichem Tonmaterial in den 1950er-Jahren erarbeitet und erfährt seit gut zehn Jahren eine Neubearbeitung nach den neuesten Forschungen zur Gregorianik.

Auch für Auswärtige

Ein feiner Band zum Osterfest ist bereits 2015 erschienen, den man in Trichtingen benutzen wird. Es wird also, bis auf einige Stücke des Sonntagsgottesdienstes, in deutscher Sprache gesungen.

Die Einkehrtage in Trichtingen sind der Versuch auf die Wochen der "Kirchlichen Arbeit Alpirsbach" Appetit zu machen und eine zeitlich wie finanziell überschaubare Alternative zu bieten.

Das Angebot richtet sich an Einheimische wie auswärtige Gäste, die nach Möglichkeit bei den Einheimischen zur Nacht unterkommen. Das Trichtinger Pfarrhaus kann fünf bis sechs Übernachtungsplätze schaffen, und es werden sich auch Fremdenzimmer im Ort finden lassen, wenn bei den hiesigen Teilnehmern kein Platz sein sollte. Die Mahlzeiten werden (von wenigen Ausnahmen abgesehen) einfach gehalten sein und in Trichtingen gemeinsam eingenommen.

Der Teilnehmerbeitrag (unter Umständen auch als Fortbildung steuerlich absetzbar) wird das Notenmaterial, die Mahlzeiten, die Unterbringung und eine kleine Umlage (Fahrtkosten für die Kantorin und mehr) umfassen und bei rund 170 Euro liegen.

Die auch in Gregorianik erfahrene Kantorin, Klavierlehrerin, Organistin und Prädikantin Ulrike Büchel aus Kella im Thüringischen Eichsfeld hat zugesagt, die einzelnen Gesänge, Gebete und Psalmen mit den Teilnehmern einzustudieren. Die tägliche Schriftauslegung (Homilie – diesmal innerhalb des Abendgebetes) und das Studium ausgewählte Werke der Sammlung Dursch in Rottweil (spätgotische Schnitzfiguren in ihrer Aussage und Funktion) wird Pfarrer A. Beck aus Trichtingen gestalten.

Die Stundengebete sind freilich öffentliche Gottesdienste, können also auch von Menschen besucht und mitgefeiert werden, die nicht an der Woche teilnehmen, und finden mehrheitlich in der Kirche St. Michael in Harthausen statt.

Zum nächtlich-morgendlichen Gebet soll die Trichtinger Cyriakuskirche ausreichen, zur Vesper wird die schöne barocke Predigerkirche in Rottweil besucht.

Weitere Informationen: Anmeldungen an Pfarrer Alexander Beck, Kirchstraße 24, Epfendorf-Trichtingen, unter Telefon 07404/538

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