Ein beeindruckendes Kirchenkonzert gibt des Musikvereins Harthausen, der sein 125-jähriges Bestehen feiert. Foto: Wagner Foto: Schwarzwälder-Bote

Kirchenkonzert in Harthausen anlässlich des 125-jährigen Bestehens des MV / Vereinsgeschichte weist Höhen und Tiefen auf

Von Hans-Dieter Wagner

Epfendorf-Harthausen. Es war ein überaus gelungener Einstieg in das Jubiläumsjahr des Musikvereins Harthausen. Für Sonntagabend hatte der Verein anlässlich seines 125-jährigen Bestehens zu einem Kirchenkonzert in die St. Michaelskirche eingeladen.

Zahlreiche Besucher waren gekommen, um zusammen mit den Musikern das Jubiläumsjahr zu beginnen. In seiner Begrüßungsansprache sagte der Vorsitzende Joachim Haibt, der Verein könne mit Stolz auf diesen Geburtstag blicken, man müsse aber auch dankbar dafür sein, dieses Jubiläum in diesem Jahr feiern zu dürfen.

Dirigent Joachim Schiele hatte ein sehr anspruchsvolles Programm für diesen Abend zusammengestellt und offensichtlich auch den Geschmack der vielen Besucher getroffen. Die hatten sich auch vom Fußballspiel der Nationalmannschaft nicht abhalten lassen, ihrem Musikverein beim Eröffnungskonzert des Jubiläumsjahrs die Ehre zu erweisen. Sie machten durch ihre Anwesenheit deutlich, wie hoch man das Engagement der Musiker in der Gemeinde einschätzt.

Mit dem Stück In Modo Barocco von Pavel Stanek eröffnete die Kapelle den Konzertabend. Ihr gelang es perfekt, die barock anmutenden Klänge durch eine moderne Tonsprache umzusetzen. Pearl Harbor von Hans Zimmer, Any Dream Will Do, Last Rose of Summer, Game of Thrones und The Best Of Me von Bryan Adams machten den Abend zu einem perfekten Konzerterlebnis.

Zwischen den einzelnen Musikstücken erzählte Klaus Münst die 125-jährige Geschichte des Vereins, die 1890 durch Josef Schneider ihren Anfang nahm. Mit von der Partie waren damals Karl Bechle, besser bekannt als der Bass-Karle, der Trompeter Domonell, Johannes Holzer, die Musikanten Sieber aus Irslingen, Mauthe aus Leidringen und der alte Oberndorfer Musikant Rohr. Sie bildeten den Stamm der ersten Harthauser Musikkapelle, die vor allem bei Hochzeiten, Musterungen und anderen Anlässen auftrat. Später kamen noch die Söhne des Dirigenten Josef, Karl und Eugen, dazu. Die Musikproben wurden im Haus des Dirigenten abgehalten. das heute noch in Harthausen steht und als Musikantenhaus bezeichnet wird. Dies war nur der Anfang der Geschichte eines Vereins, in dem es sowohl Höhen als auch Tiefen und Rückschläge gab, der aber trotz allem die 125 geschafft hat. Klaus Münst wurde nicht müde, die Geschichte aufzurollen und fand in der St. Michaelskirche aufmerksame Zuhörer.

Die erlebten einen unterhaltsamen Abend auf hohem Niveau der neugierig auf die noch ausstehenden Veranstaltungen des Musikvereins im Jubiläumsjahr machte.

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