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Epfendorf Konflikte können oft gelöst werden

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Foto: Botzenhart Foto: Schwarzwälder-Bote

Zum Zusammenleben von Menschen gehören Konflikte dazu. Gerade im Lebensraum Schule treten sie häufig auf, da immer wieder unterschiedliche Standpunkte kollidieren.

Epfendorf-Trichtingen. Wie aber Konflikte ausgetragen werden können und welche Möglichkeiten der Lösung es gibt, lernen die Schüler während einer zwölfstündigen Ausbildung im Rahmen des Streitschlichterprogramm der Schlichemklammschule.

Wertschätzende und konstruktive Konfliktlösungen, wie sie bei der Streitschlichtung geübt werden, tragen nicht nur zur Entwicklung der Sozialkompetenz bei, sondern verbessern auch die Beziehung der Kinder untereinander. Ansätze des sozialen Lernens werden erweitert und wirken sich so positiv auf das Schulklima und die Schulkultur aus.

Arbeit der bisherigen Mediatoren erfolgreich

Bereits als die Schule in Epfendorf noch eine Grund- und Hauptschule war, wurde ab der 5. Klasse die Ausbildung zum Streitschlichter angeboten und die Prüfung von vielen Schülern erfolgreich absolviert. Das Konzept war stimmig und die Arbeit dieser Mediatoren erfolgreich. Seit diesem Schuljahr arbeiten nun die ersten ausgebildeten Streitschlichter der Schlichemklammschule in Epfendorf in der reinen Grundschule und da die Arbeit hier erfolgreich ist, absolvieren nun auch die Kinder der Außenstelle Trichtingen das Programm zum Mediator.

Zu Beginn der Ausbildung lernen die Mädchen und Jungen den Unterschied zwischen einem Konflikt und einem Streit kennen. Ihnen wird bewusst, dass man nicht nur durch Taten, sondern auch durch Worte verletzen kann. Sie lernen, ihre Gefühle in unterschiedlichen Situationen einzuschätzen und einzuordnen. Im theoretischen Unterricht erfahren die Teilnehmer alles über den Ablauf und die Regeln einer Schlichtung und darüber, welche Aufgaben die Schlichter haben.

Schlichter müssen neutral sein, sie müssen Gesagtes für sich behalten und dürfen niemals strafen. Sie sorgen für ein gutes Gespräch, indem sie die Streiter auf Fehlverhalten während der Schlichtung aufmerksam machen. So unterbrechen sie etwa bei Beleidigungen und sorgen dafür, dass sich die Streiter ausreden lassen. Ganz nebenbei müssen sie aktiv zuhören. Das heißt, Gehörtes wertneutral, aber genau aufzunehmen, zu wiederholen und dabei erlebte Gefühle richtig einzuordnen. Die Schlichter unterstützen die Streiter beim Finden von Lösungen. Angebote und Forderungen beider Parteien werden verglichen und Übereinstimmungen gesucht. So lange, bis beide Streiter zufrieden sind und den Vertrag mit gutem Gewissen unterschreiben können. Außerdem kontrollieren die Mediatoren, ob der Vertrag eingehalten wird und informieren, falls nötig, einen Lehrer über Situationen, in denen sie nicht mehr weiter kommen.

Oberstes Ziel der Streitschlichtung ist es, dass die Konfliktparteien als Gewinner aus dem Streit hervorgehen und somit eine Win-Win Situation entstanden ist. Und das ganz ohne Strafen.

Wenn die theoretische Ausbildung beendet ist, schreiben die Schüler eine Prüfung zum Thema. Nur wer diese mindestens mit der Note 2,5 besteht, hat die Chance, sich durch die praktische Prüfung – Schlichtung eines Streitfalles – das Zertifikat zu sichern, welches ihn als ausgebildeten Streitschlichter ausweist.

Die Erfahrung in Epfendorf zeigt, dass es durchaus Kinder gibt, die dieser Herausforderung gewachsen sind und sich, ganz gleich ob sie sonst die besten Schüler sind oder nicht, hervorragend zum Streitschlichter eignen.

Ihre Redaktion vor Ort Oberndorf

Marcella Danner

Fax: 07423 78-373

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