Proben in das "Remi" verlegt / Dirigent will aufhören

Von Emil Moosmann

Epfendorf. Ausführliche Berichte, problemlos verlaufene Wahlen und Ehrungen standen im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Musikvereins Epfendorf. Werner Widmann als Vorsitzender für Öffentlichkeitsarbeit erinnerte in seinem Bericht an ein enormes Arbeitspotenzial im vergangenen Jahr. Oft sei man an personelle Grenzen gestoßen. So habe man sich manches Mal Gedanken darüber gemacht, "machen wir bei Festen Musik oder Schankdienst".

Das traditionelle Maifest war trotz unbeständigen Wetters wieder ein Erfolg. Ein Wermutstropfen, so Widmann, seien jedoch die Bollerwagen, Musikanlagen und mit eigenen Getränken durchziehenden Jugendgruppen gewesen. Die treuen Gäste würden sich dadurch enorm gestört fühlen. Um dem Einhalt zu bieten, verzichtete man deshalb in diesem Jahr trotz finanzieller Einbußen auf den Spirituosenstand.

Das beliebte zweitägige Schlachtfest, verbunden mit der gemeindeübergreifenden Veranstaltung "Epfendorf sucht den Superschwaben", war wiederum ein Erfolg. Leider, so Widmann, falle sie in diesem Jahr aus. Es finde nur das Schlachtfest am Freitag, 31. Oktober, statt, am Samstag, 1. November (Allerheiligen), dürfe keine Veranstaltung ausgerichtet werden.

Mit aller Kraft arbeite man nach dem Motto "nicht übereinander, sondern miteinander reden" daran, dass das Vereinsschiff wieder in ruhigeres Fahrwasser komme, sagte Werner Widmann. Ein Lichtblick sei, dass mit Martin Eger aus Fluorn-Winzeln ab 1. April ein Nachfolger im Amt des Dirigenten der Jugendkapelle verpflichtet werden konnte.

In Vertretung des verhinderten Schriftführers Jürgen Zeder erinnerte Andreas Perthel an 25 inner- und außerörtliche Termine, auf die man sich in 42 Gesamtproben vorbereitet habe. Durch den Wegfall des Probelokals im Rathaus sei man vor dem Problem gestanden, wo die Proben stattfinden würden. Durch das großzügige Angebot der Kirchengemeinde, die Proben in das "Remi" zu verlegen, sei eine gute Lösung gefunden worden. Hierfür galt der spontane Beifall der Versammlung der Kirchengemeinde für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.

Immens gefordert war die Hauptkapelle beim Narrentreffen der Narrenzunft Epfendorf. Besonders lobenswert sei, dass ehemalige aktive Musiker sich hier vorbehaltlos zur Verstärkung der Hauptkapelle zur Verfügung gestellt hätten. Auch oblag es Andreas Perthel, in Vertretung der verhinderten Kassiererin Karin Wyland, den Kassenstand aufzuzeigen. Mit einem kleinen Minus, das der Jugendausbildung geschuldet war, schloss die Kasse zufriedenstellend ab, was auch Kassenprüfer Frank Hirt bestätigte.

Jugendleiterin Inken Aiple erinnerte anschließend daran, dass derzeit 15 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 14 Jahren in Ausbildung sind und das gemeinsame Jugendorchester über 40 Spieler verfüge. Bernd Maier als Dirigent erinnerte daran, dass er vor 13 Jahren das Amt des Dirigenten als Übergangslösung übernommen habe. Nun sei es an der Zeit, dass er sich als Dirigent zurückziehe, damit ein Nachfolger zusammen mit der Hauptkapelle neue Wege beschreiten könne. Jederzeit, werde er aber aktiv mitmusizieren und sich in die Jugendarbeit einbringen.

Bei den anschließenden Wahlen wurden Markus Berg als Vorsitzender für den Wirtschaftsbetrieb ebenso einstimmig in seinem Amt bestätigt wie Andreas Perthel als stellvertretender Vorsitzender, Inken Aiple als Jugendleiterin und Karin Wyland als Kassiererin sowie als aktive Beisitzerinnen Sarah Koerver, Sandra Wolhschiess und Manuela Knoblich. Für Thomas Rauser und Holger Kimmi rücken Roman Imhof und Bianca Schmeh als aktive Beisitzer nach. Als passive Beisitzer wurden Albert Stegmüller und Thomas Schmeh einstimmig bestätigt, wie auch Frank Hirt und Irmgard Gühring als Kassenprüfer. Bürgermeister Peter Boch sagte: "Mir ist es wichtig, dass Sie umfassend informiert werden und keine falschen Informationen erhalten." Die Verwaltung und der Gemeinderat stünden voll und ganz hinter dem Musikverein. Dass der bisherige Proberaum im Rathaus, das ja derzeit umgebaut werde, dem Musikverein nicht mehr zur Verfügung stehen dürfe, sei eine Vorgabe des Regierungspräsidiums, da nur Zuschüsse für einen Funktionalbau genehmigt worden seien. Die Verwaltung, mache sich Gedanken darüber, wie in absehbarer Zeit eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung gefunden werden könne. Es sei schon vor seiner Zeit als Bürgermeister versäumt worden, die Weichen zu stellen. Er werde sich im Rahmen des Möglichen für eine Lösung einsetzen (über Ehrungen berichten wir noch).