16 Jahre lang war Ulrich Hargina bereits Bürgermeister in Epfendorf. Jetzt möchte er mit neuen Ideen die Entwicklung der Gemeinde vorantreiben. Foto: Wolf Foto: Schwarzwälder-Bote

Bürgermeister-Kandidaten im Porträt: Ulrich Hargina tritt an

Von Peter Wolf

Epfendorf. Ulrich Hargina macht keinen Hehl daraus, dass vor acht Jahren für ihn eine Welt zusammengebrochen ist, als er feststellen musste, dass ihm ein paar Stimmen fehlen, um eine dritte Amtszeit als Epfendorfer Bürgermeister antreten zu können. Der Groll darüber ist inzwischen verraucht. Er ist immer noch Epfendorfer, lebt hier mit seiner Familie, hat zusammen mit seiner Frau drei Kinder groß gezogen. Er fühlt sich mit dem Ort und den Menschen verbunden. "Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich mich bewerben soll. Aber es ist nach wie vor mein größter Berufswunsch, ja mein Lebensziel, als Bürgermeister die Entwicklung einer Gemeinde wie Epfendorf mitgestalten zu können und Verantwortung zu tragen. Ein junger, engagierter Gemeinderat bietet heute eine gute Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit."

Allerdings seien nun in Epfendorf auch andere Probleme zu lösen, nämlich die der schlechten finanziellen Lage und vor allem des Bevölkerungsschwunds. Er hat viele Ideen, verweist auf die insgesamt gute Epfendorfer Infrastruktur, die vielfältige Vereinslandschaft mit breitgefächertem Angebot in der Gesamtgemeinde sowie innovative Modelle wie die Kooperation der Hauptschule mit der Robert-Gleichauf-Schule, auf denen man aufbauen könne und die es noch auszubauen gelte. Er kann sich moderne Finanzierungsmodelle wie Public Private Partnership (PPP) für Projekte in der Gemeinde vorstellen.

Er will den permanenten Kontakt mit den Betrieben halten, "damit wir frühzeitig die Weichen stellen können, wenn es darum geht, Flächen für Erweiterungen oder Neuansiedlungen zur Verfügung zu stellen". Hargina möchte auch anregen, wieder einmal eine Gewerbeschau auszurichten und eine Organisationsstruktur für das Gewerbe zu schaffen.

Der künftige Bürgermeister sollte sich aus seiner Sicht darum kümmern, das frühere Café Bushart wieder zu beleben. Dem Tourismus sollte in seinen Augen auch noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Epfendorf habe mit dem Neckartalradweg, der Schenkenburg, der Anna Kapelle und der Schlichemklamm einiges zu bieten. "Insgesamt müssen wir für Epfendorf die Werbetrommel stärker rühren", unterstreicht der Kandidat mit Nachdruck.

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